Als „pünktlich“ gilt ein Zug, wenn er entweder planmäßig oder mit weniger als sechs Minuten Verspätung in Brüssel oder an seinem Endbahnhof ankommt.
Ganz reibungslos läuft der Betrieb dennoch nicht. Laut der SNCB gehen 17,6 Prozent der Verspätungen auf eine „mangelnde Robustheit des Bahnsystems“ zurück. Gemeint ist damit ein Ungleichgewicht zwischen dem umfangreichen Zugangebot, der Kapazität des Schienennetzes und den verfügbaren Mitteln. Schon kleinere Störungen könnten einen Dominoeffekt auslösen und weitere Verspätungen nach sich ziehen.
Nicht in der offiziellen Pünktlichkeitsstatistik enthalten sind vollständig oder teilweise ausgefallene Züge. Würden diese mitgerechnet, läge die Quote nur bei 89,4 Prozent. Im Januar wurden insgesamt 4.094 Züge ganz oder teilweise gestrichen – das entspricht 3,9 Prozent des gesamten Fahrplans.
Nicht berücksichtigt sind dabei jene Verbindungen, die während des fünftägigen Streiks Ende Januar aus dem regulären Fahrplan genommen wurden. Für Streiktage erstellen die SNCB und Infrabel einen alternativen Notfahrplan, basierend auf dem verfügbaren Personal. Nur Züge, die selbst in diesem Ersatzfahrplan nicht fuhren, werden als Ausfälle gezählt. (belga/calü)

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