Ausgezeichnet wurde Thijs unter anderem für das beste Album („Gedoe“, ihr zweites Studioalbum), als beste Solo-Künstlerin, beste niederländischsprachige Künstlerin, beste Pop-Künstlerin sowie für den Song des Jahres 2025 („Atlas“). Die Preise wurden vom Publikum vergeben. In den vier Kategorien, über die Fachjurys entschieden, blieb sie hingegen ohne Auszeichnung. Die Preisverleihung fand in der ING Arena statt.
Besonders gerührt zeigte sich Thijs über den Preis für das beste Album. Es bedeute ihr viel, dass sich ein breites Publikum die Zeit genommen habe, das gesamte Werk anzuhören, erklärte die Sängerin. Mit „Atlas“ gewann sie zudem bereits zum vierten Mal in Folge den Preis für den Song des Jahres.
Mit nunmehr 17 MIA-Auszeichnungen gilt Pommelien Thijs als unangefochtene „Königin der MIA’s“. Lediglich Stromae liegt mit insgesamt 20 Preisen noch vor ihr.
Der Brüsseler Rapper Zwangere Guy war mit sieben Nominierungen ins Rennen gegangen und konnte zwei Preise gewinnen: als bester Hip-Hop-Künstler (Publikumspreis) sowie für das Musikvideo zu seinem Song „Gorik Pt. 2“, ausgezeichnet von der Musikbranche. In seiner Dankesrede kritisierte er die politische Lage in Brüssel, wo auch mehr als 600 Tage nach den Wahlen noch keine Regierung gebildet ist.
Auch der Rapper Baloji, der in derselben Kategorie nominiert war, nutzte die Bühne für politische Aussagen. Die Sängerin Kaat van Stralen rief das Publikum dazu auf, die Kriege im Gazastreifen, in der Ukraine und im Sudan nicht zu ignorieren.
Während des Abends würdigte der öffentlich-rechtliche Sender VRT die Karriere von Axelle Red mit einem Ehrenpreis. Die Künstlerin sprach sich gemeinsam mit Sylvie Kreusch und Mentissa für gleiche Chancen und Rechte von Frauen und Männern aus.
Das flämische Publikum ehrte bei dieser Ausgabe der MIA’s gleichermaßen weibliche wie männliche Künstler. Nach zahlreichen erfolglosen Nominierungen gewann zudem die 33-jährige Genter DJ Charlotte de Witte erstmals einen MIA, ausgezeichnet als beste Dance-Künstlerin. (belga/rt)

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