Verlinden arbeitete als Anwältin für Unternehmen hinter i-Police

<p>Verlinden weist einen Zusammenhang mit i-Police zurück.</p>
Verlinden weist einen Zusammenhang mit i-Police zurück. | Foto: belga

Nach Recherchen von Het Nieuwsblad vertrat Verlinden das Unternehmen im April 2019 als Anwältin der Kanzlei DLA Piper in einem Verfahren vor dem EU-Gericht in Luxemburg. Dabei ging es um eine IT-Ausschreibung des Europäischen Parlaments.

Verlinden weist einen Zusammenhang mit i-Police zurück. Sie betont, die Verhandlungen hätten bereits vor ihrem Amtsantritt begonnen, alle Vergaberegeln seien eingehalten worden und die operative Betreuung des Projekts habe bei der Polizei gelegen. Ein Interessenkonflikt bestehe nicht.

Vandemaele zeigt sich davon nicht überzeugt und verweist auf die seit 2023 geltende deontologische Kodexregelung, die Transparenz und gutes Regieren ausdrücklich vorsieht. Das i-Police-Projekt sei bereits ein Fiasko gewesen, nun kämen weitere Fragen hinzu, so der Abgeordnete.

i-Police ist ein IT-Großprojekt der integrierten Polizei, das darauf abzielte, die veralteten Informatiksysteme der föderalen und lokalen Polizei durch eine einheitliche digitale Plattform zu ersetzen. Es entwickelte sich aber zu einem der umstrittensten IT-Fehlschläge des belgischen Staates. (belga/ag)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment