Es gibt keine Raserei, es gibt Raser und davon nur einzelne. 95 % der Übertretungen betreffen Verkehrsteilnehmer mit Geschwindigkeiten unter 70 km/h, und davon ein hoher Prozentsatz die 53 km/h fahren. Daher wird der Einzelne in Kollektivhaft für den Raser genommen. Wenn die Protokolle sich um das Sechsfache erhöht haben, hat sich dann die Verkehrssicherheit überhaupt verbessert, oder gibt/gab es mehr Verkehrsunfälle gegenüber früher? Bei den Bürgermeistern ist eine ungebremste Folie – immer mehr Kameras – ausgebrochen.
Die Radargeräte an der Aachener Straße und Malmedyer Straße machen Sinn, da die Geschwindigkeit im Sinne aller Verkehrsteilnehmer (Lkw-, Auto-, Motorrad-, Moped-, Fahrradfahrer und Fußgänger) unbedingt reduziert werden muss – es gibt an bestimmten Stellen keinen Bürgersteig usw. Aber ist dies dann auch noch der Fall, wenn man in Kettenis endlich freie Fahrt nach Eynatten hat oder in der Unterstadt beschleunigt, um die Berganfahrt nach Malmedy zu schaffen? Bei jedem verantwortlichen Fahrer ist es ein gesunder und wichtiger Impuls, sich dann zu entspannen und gemütlich weiterzufahren. Ohnehin sind die Blitzen in Belgien von vorne obsolet, das korrekte Nummernschild ist hinten angebracht.
Die Blitzgeräte dürfen in Belgien nicht so angebracht sein, dass es Fallen oder Attrappen sind, etwa hinter einem Baum wie in Kettenis oder aus einer Mülltonne wie in Lontzen. Vernünftige Verkehrspolitik muss immer versuchen, den Verkehrsteilnehmer zur Einsicht zu bringen und ihm in schwierigen Situationen zu helfen und ihn nicht zur Abzocke für den Staat heranzuziehen.
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