Freiwilliger Militärdienst

Der Militärdienst 2026 findet auf freiwilliger(!) Basis statt und ist ergo nicht obligatorisch. Berufssoldaten und „Wehrdienstleister“ sind diejenigen, die im Notfall die Eingangstür unseres Hauses – genannt Belgien – verteidigen, während andere Menschen es bevorzugen, durch die Hintertür abzuhauen, damit ihrem Bauchnabel und ihrer wertvollen Rosette nix passiert.

Belgien hat keinen Kriegs-, sondern einen Verteidigungsminister. Und wie man vermuten darf, leitet er die Verteidigung unseres Landes. Aktuell heißt er Theo Francken und er erweckt nicht den Eindruck, als sei er kriegsrünstig oder blutlüstern. Gleiches gilt für die Verteidigungsstrategen der NATO. Diese Organisation, der wir angehören und die seit 80 Jahren den Frieden in Europa sichert, ist ein Verteidigungsbündnis und kein Angriffspakt! Devise: „Einer für alle – alle für einen!“, alias NATO-Vertrag, Artikel 5. Momentan haben wir jedoch ein kleines Problem, denn bei unserem Partner jenseits des Atlantiks flackert ein Licht im Penthouse – und weit und breit ist kein Elektriker in Sicht.

Die belgischen Soldaten werden nicht in den Krieg geschickt und sind auch keine potenziellen Mörder. Falls erforderlich, verteidigen sie unser Staatsgebiet, unterstützen unsere Bevölkerung in Notzeiten und sichern den Frieden im Rahmen von NATO-Missionen. Wen oder was auch könnten sie denn auf Basis ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit angreifen wollen? Liechtenstein? Andorra? San Marino? Womöglich Monaco?

Dementsprechend findet hier kein Wahnsinn statt und niemand muss seine Söhne hergeben – Reinhard Mey lässt grüßen! In unseren Breiten gibt es keinen Napoleon, Kaiser Wilhelm oder Hitler mehr, der auf der Suche nach Kanonenfutter ist. Europa besteht aus demokratisch geführten Staaten auf der Grundlage der universellen Menschenrechte und ist global betrachtet „the place to be“.

Und wem die Demokratie per se nicht gefällt und wer sich solche Zustände wünscht, die in minder gut entwickelten Staaten vorherrschen, dem gewährt unsere Demokratie das Recht, dorthin auszuwandern, bei Bedarf mit einer Briefmarke auf dem Hintern!

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