Kein Wolfsriss in Aywaille – Untersuchungen bringen Klarheit

<p>Ein Wolf in freier Natur: In Aywaille wurde die Präsenz eines Wolfs nach DNA-Analysen inzwischen ausgeschlossen.</p>
Ein Wolf in freier Natur: In Aywaille wurde die Präsenz eines Wolfs nach DNA-Analysen inzwischen ausgeschlossen. | Foto: picture alliance/dpa

Anfang Januar war der Kadaver eines Rehs auf einer Wiese in Aywaille entdeckt worden. Das Tier war teilweise angefressen, zudem fanden sich Spuren rund um den Fundort. Aufgrund dieser Hinweise war zunächst die Möglichkeit eines Wolfsrisses in Betracht gezogen worden. Die nun abgeschlossenen Untersuchungen ergaben jedoch ein „nicht bestimmbares“ Resultat – das bedeutet, dass weder Wolf- noch Hunde-DNA am Kadaver nachgewiesen wurde.

„Das bestätigt die Annahme, dass das Tier nicht gerissen wurde, sondern aus unbekannter Ursache verendet ist und anschließend von Aasfressern gefressen wurde“, erklärt Biologin Violaine Fichefet vom SPW. Wahrscheinlich sind Tiere wie Füchse den Kadaver später angegangen.

Tatsächlich war das Reh bereits einige Tage zuvor von einem Spaziergänger unversehrt entdeckt worden. „Das sprach ohnehin eher gegen einen Wolfsangriff“, so Fichefet. „Aus Vorsicht haben wir dennoch geprüft, ob ein Wolf möglicherweise später an den Kadaver gegangen sein könnte. Zudem bestand die Unsicherheit, ob es sich um dasselbe Tier handelte.“ Die Analysen brachten nun endgültige Klarheit.

Auch wenn Wölfe grundsätzlich keine direkte Gefahr für den Menschen darstellen, dürfte diese Entwarnung insbesondere Tierhalter in der Region beruhigen. In den vergangenen drei Jahren wurden in der Wallonie 107 Nutztierrisse eindeutig dem Wolf zugeschrieben. Nach aktuellen Schätzungen leben derzeit rund 20 Wölfe in der Wallonischen Region. (belga/calü)

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