Gemeinsam etwas bewegen

Dieser Artikel verleitet mich dazu, einige Zeilen zu notieren. Auch wenn ich nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen konnte, möchte ich diese Initiative von Sarah Pieper und Natagora Ostbelgien als besonders wertvoll einordnen. Menschen begegnen sich, und staunen gemeinsam über die Natur, in diesem Fall über unsere heimische Vogelwelt. Was dürfen wir als Menschen öffentlich kundtun? Diese Frage geht mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich die aktuellen Nachrichten höre. Selten sind es gute Nachrichten. Die schlechten verkaufen sich eben besser. Das ist mein Eindruck. Kürzlich habe ich den folgenden Satz von Elke Werner in ihrem Buch (*) gelesen: „Manchmal frage ich mich, warum wir Menschen immer kämpfen. Die Zeitungen sind voll von Kriegsgeschrei und Machtkämpfen.“

Die Autorin bringt etwas auf den Punkt, was mir schon lange auf der Zunge liegt. Tatsächlich sind die unzähligen Konflikte und Machtspiele auf diesem Planeten menschengemacht. Das stimmt mich nachdenklich und traurig. Ich möchte nicht auf ein allgemeines Klagelied einstimmen. Eher möchte ich den Versuch unternehmen, mich täglich mit anderen Menschen an den schönen Dingen gemeinsam zu erfreuen. Die Möglichkeiten, im Alltag positiv unterwegs zu sein, sind im Grunde unbegrenzt. Hier fällt mir der einfache Gruß eines Unbekannten auf der Straße ein. Ein Lächeln ist immer kostenlos und kann doch Berge versetzen. Ein freundlicher Blick oder ein liebevolle Geste bewirken gleichfalls Wunder. Gerne erinnere ich an unser gemeinsames Tun im Freundeskreis, im Verein, im Dorf und in der Stadt oder einfach bei der Arbeit. Hier bin ich wieder bei dem eingangs erwähnten Bericht zum gemeinsamen Beobachten der Vogelwelt, organisiert von Natagora Ostbelgien. Hinter dem Wörtchen „gemeinsam“ steckt viel Magie. Jeden Tag dürfen wir gemeinsam etwas bewegen.

(*) Quellenangabe zum Zitat „Alle meine Tage sind in dein Buch geschrieben“ von Elke Werner (Texte) und Katja Hogh (Illustrationen), Francke Verlag

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