Für Mittwoch und Donnerstag plant die Bahn, rund zwei Drittel der Fernverbindungen zwischen den großen Städten aufrechtzuerhalten. Auf den Regional- und Vorortstrecken fällt dagegen etwa jede zweite Verbindung aus. Besonders betroffen sind die sogenannten P-Züge, die normalerweise zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends eingesetzt werden: Sie werden während der Streiktage nur in sehr begrenztem Umfang verkehren.
Der landesweite Bahnstreik, zu dem fünf Eisenbahnergewerkschaften gemeinsam aufgerufen haben, soll noch bis Freitag andauern. Die Gewerkschaften kritisieren eine schleichende Verschlechterung des öffentlichen Dienstes und wenden sich gegen den Gesetzentwurf zur Reform der Bahn, insbesondere gegen das geplante Ende der Verbeamtung bei Neueinstellungen.
Seit 2018 gilt in Belgien bei Streiks ein gesetzlich geregelter Mindestdienst. Grundlage dafür ist das Personal, das sich im Vorfeld zur Arbeit bereit erklärt – sowohl bei der SNCB als auch beim Schienennetzbetreiber Infrabel, der angekündigt hat, den Betrieb des Netzes sicherzustellen. Reisenden wird empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. (belga/calü)

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