Wie die „Aachener Zeitung“ berichtet, wurde inzwischen bekannt, dass die 45-jährige Stiefmutter des Tatverdächtigen offenbar kurz vor der Tat noch eine dramatische Nachricht an Angehörige in Deutschland geschickt haben soll. Eine offizielle Bestätigung dafür gebe es bislang nicht. Tatverdächtig ist ein 19-jähriger Mann aus der Vulkaneifel. Er soll am Tag vor Heiligabend in einer Ferienwohnung seinen 58-jährigen Vater, seine 45-jährige Stiefmutter und seine 20-jährige Stiefschwester mit einem Messer getötet haben. Die Familie hielt sich zu einem Weihnachtsurlaub auf dem Inselstaat auf.
Der mutmaßliche Täter war nach der Tat nach Lissabon geflogen und dort in einem Hotel festgenommen worden. Grundlage war ein Europäischer Haftbefehl des Amtsgerichts Trier. In der vergangenen Woche wurde der 19-Jährige unter Polizeibegleitung nach Deutschland überstellt und einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an. Der Beschuldigte befindet sich inzwischen in der Jugendstrafanstalt Wittlich. Unklar ist weiterhin, ob der junge Mann an einer psychischen Erkrankung leidet. Zu den Motiven der Tat äußern sich die Ermittler bislang nicht.
Unterdessen wurden auch die sterblichen Überreste der drei Opfer nach Deutschland überführt. Nach Angaben kapverdischer Behörden erfolgte der Transport Mitte Januar auf mehreren Flügen. In Deutschland sollen weitere rechtsmedizinische Untersuchungen stattfinden. Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Trier. (red/jj)

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