Wie die Partei am Montag in einer Mitteilung erklärte, bewerben sich die frühere Staatssekretärin Marie-Colline Leroy und der ehemalige Fraktionsvorsitzende Gilles Vanden Burre aum die Parteispitze. Die Frist zur Einreichung der Kandidaturen endete am Sonntag.
Ecolo spricht von einem wichtigen Schritt in einem klar strukturierten demokratischen Verfahren, das ein ruhiges und transparentes innerparteiliches Vorgehen ermöglichen soll – im Dienst des politischen Projekts der Partei.
Die parteiinterne Kampagne läuft bis zum 28. Februar. In dieser Zeit wollen Leroy und Vanden Burre mehrere Provinzen sowie Brüssel besuchen, um mit den Parteimitgliedern ins Gespräch zu kommen und ihre Pläne für die Zukunft von Ecolo vorzustellen.
Die Wahl der neuen Co-Präsidentschaft findet im Rahmen einer Generalversammlung am 15. März in Neu-Löwen statt.
Ecolo sieht traditionell eine paritätische Doppelspitze aus einer Frau und einem Mann aus der Wallonie und Brüssel vor. Diese Regel gilt auch für die aktuelle Wahl, obwohl innerhalb der Partei über eine mögliche Umstellung auf eine Einzelpräsidentschaft diskutiert wird. Die Generalversammlung Mitte März soll sich zudem zu Reformen zur Vereinfachung und Modernisierung der Parteistrukturen äußern.
Hintergrund: Wer sind die Kandidaten?
Marie-Colline Leroy ist 41 Jahre alt und war in der vorherigen föderalen Regierung (Vivaldi-Koalition) Staatssekretärin für Chancengleichheit. Die frühere Lehrerin aus der Provinz Hennegau hatte das Amt in einer schwierigen Phase nach dem Rücktritt von Sarah Schlitz übernommen und vor den Wahlen mehrere Dossiers im Bereich der Frauenrechte zum Abschluss gebracht.
Gilles Vanden Burre ist 48 Jahre alt und verfügt über zwei parlamentarische Mandate. Zuvor war er in der Privatwirtschaft tätig. Der Brüsseler aus Ixelles war in der vergangenen Legislaturperiode Fraktionsvorsitzender, eine Funktion, die insbesondere für Parteien in Regierungsverantwortung als anspruchsvoll gilt.
Das Duo war bereits im Juli 2024 zur Co-Präsidentschaft angetreten, unterlag damals jedoch den bisherigen Vorsitzenden Marie Lecocq und Samuel Cogolati, die im Herbst vor dem Hintergrund einer internen Krise zurücktraten. (belga/calü)

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