Toll, dass das Thema der Zusammenlegung unserer Gemeinden noch einmal im Pro & Contra thematisiert wird. Leider ist zu wenig Platz, um in einem Leserbrief auf die Argumente einzugehen, weshalb ich schon seit Jahren bedauere, dass die Tageszeitung nicht auch ein Forum anbietet, in dem die BürgerInnen mal dezidiert Standpunkte… und Meinungen darlegen können. Seit Jahren predige ich aber auch dafür, dass wir unsere Gemeinden mit den über hundert Ortschaften in zwei Städten zusammenlegen sollten, nämlich Eupen und St.Vith, die dann jeweils knapp 40.000 Einwohner haben. Natürlich ist es auch ein emotionales Thema. Deshalb bin ich dafür, dass es eine untergeordnete Struktur geben sollte, nämlich die Ortsgemeinde.
Die Aufgaben werden dann klar verteilt zwischen dem, was die Stadtverwaltung regelt, und dem, was auf lokaler Ebene gestaltet wird. Dann kann es auch mehr als neun Ortsgemeinden geben. Seit zehn Jahren beobachte ich das, was in den Gemeinden und Dörfern geschieht, über die Medien und auf Veranstaltungen. Man stellt schnell fest, dass viel dort geleistet wird, wo es den Menschen im täglichen Leben dient und was die Lebensqualität der Menschen verbessert. Auf der anderen Seite ist die Verwaltung, wo man den Eindruck hat, bei allem Respekt, dass die kleinen Gemeinden manchmal auch, mangels Personals, überfordert sind bei der Lösung ihrer Aufgaben. Effizienz und Kompetenz gehören in eine professionelle Stadtverwaltung, Tradition, Identität, Bürgernähe und basisdemokratisches Zusammenwirken in die Ortsgemeinde. Vergessen wir die Kosten, das wird nicht teurer, das wird menschlicher und transparenter. Und noch etwas. Auf verfassungsrechtlicher Ebene hätten wir auch die Grundlage und den Namen für die eigene Region, nämlich Eupen-St.Vith und dies unter Behalt der jeweiligen Identitäten.
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