Unter dem Motto „Stimmung geht auch anders“ rufen die Organisatoren die Fans dazu auf, keine Bengalos, Rauchfackeln, Rauchbomben oder andere pyrotechnische Gegenstände mit ins Stadion zu bringen. Die Kampagne zeigt bewusst Bilder von Menschen, die bei solchen Vorfällen verletzt wurden, um die Risiken sichtbar zu machen.
Dabei ist Pyrotechnik in Stadien schon seit Jahren strikt verboten. Dennoch tauchen Woche für Woche Aufnahmen von Fans auf, die Feuerwerkskörper auf den Tribünen zünden oder werfen. Die Folgen sind oft Verbrennungen, aber auch Hörschäden und Augenverletzungen. Die erfassten Zahlen betreffen Spiele der 1. Division A und 1. Division B der Pro League.
Besonders besorgniserregend: Die Zahl der Verletzten steigt weiter. In der Saison 2021/22 wurden noch rund 50 Opfer gezählt. In den beiden darauffolgenden Spielzeiten stieg die Zahl jeweils auf 152 Verletzte. In der vergangenen Saison 2024/25 waren es bereits 235 Betroffene.
Innenminister Bernard Quintin (MR) sieht dringenden Handlungsbedarf: „Die Verletzungen durch Pyrotechnik nehmen von Saison zu Saison weiter zu – trotz verschärfter Strafen. Deshalb verstärken wir jetzt unsere Aufklärungsarbeit. Das Ziel ist klar: dem illegalen Einsatz von Pyrotechnik ein Ende zu setzen, der für alle Fans auf den Tribünen gefährlich ist“, erklärt der Minister.
Die Kampagne ist Teil des umfassenderen Aktionsplans „Gemeinsam für sicheren Fußball“, der in Zusammenarbeit mit der Pro League, dem Fußballverband und weiteren Partnern erarbeitet wurde. (belga/calü)

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