Carrefour führt Sonntagsöffnung in integrierten Filialen ein

<p>Mehr Einkauf am Sonntag: Carrefour - hier eine Filiale in Lüttich -reagiert auf neue Kundenwünsche.</p>
Mehr Einkauf am Sonntag: Carrefour - hier eine Filiale in Lüttich -reagiert auf neue Kundenwünsche. | Foto: belga

Konkret sollen 40 Hypermärkte und 43 Market-Supermärkte sonntags vormittags ab 8 Uhr ihre Türen öffnen, teilte Carrefour am Mittwoch mit. Ausnahmen gelten dort, wo das jeweilige Einkaufszentrum keine Genehmigung erteilt oder wenn ein gesetzlicher Feiertag auf einen Sonntag fällt. Die rund 600 Franchise-Filialen der Kette waren bereits zuvor sonntags geöffnet.

Mit dem Schritt reagiert Carrefour nach eigenen Angaben auf veränderte Einkaufsgewohnheiten. „Immer mehr Verbraucher erwarten, dass sie auch am Sonntag einkaufen können“, erklärt die Unternehmensleitung. Gerade in den Hypermärkten spiele zudem das umfangreiche Non-Food-Angebot eine wichtige Rolle für die Attraktivität der Sonntagsöffnung.

Für Carrefour Belgien sei die Maßnahme Teil einer langfristigen Strategie. In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen eine positive Entwicklung verzeichnet – mit steigenden Umsätzen, höherer Kundenzufriedenheit und der Rückkehr zur Profitabilität. Die Sonntagsöffnung solle helfen, die Position im stark umkämpften belgischen Einzelhandelsmarkt weiter zu festigen, betont die Geschäftsführung.

Die Gewerkschaften hatten dem Modell im Dezember zugestimmt. Bestehende Mitarbeiter können freiwillig sonntags arbeiten und erhalten dafür einen Lohnzuschlag von 50 Prozent.

Der Wettbewerbsdruck im belgischen Lebensmitteleinzelhandel ist hoch. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Ketten ihre Geschäfte auch sonntags geöffnet. Albert Heijn, Delhaize, Intermarché, Jumbo und Spar sind inzwischen fast flächendeckend am Sonntag geöffnet, zuletzt kamen auch die Okay-Nachbarschaftsmärkte hinzu. Colruyt, Lidl und Aldi verzichten bislang noch auf eine generelle Sonntagsöffnung. (belga/calü)

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