Kritik an der Entscheidung kam von der oppositionellen FDP im Landtag. „Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?“, schrieb Landeschef Henning Höne im Kurznachrichtendienst X. „Sicherheit geht vor. Aber Schulen werden in Deutschland zu schnell geschlossen“, argumentierte er. „Es leiden Schüler und Familien.“
Die NRW-Schulministerin erläuterte: In einem abgestuften Verfahren werde normalerweise regional entschieden, es habe aber eine landesweite Unwetterwarnung gegeben. „Und da hieß es eben, die Unwetterwarnung gilt von 0 Uhr bis 10 Uhr, in manchen Landesteilen sogar bis 13 Uhr“, antwortete die CDU-Politiker auf die Frage im WDR2-Gespräch, ob nicht etwa auch ein späterer Schulbeginn statt der Schulschließung möglich gewesen wäre.
Das Wetter könne sich natürlich am nächsten Tag anders herausstellen, als es angekündigt war. „Aber sie müssen ja irgendwann auf der Grundlage, die Sie haben, die Entscheidung treffen. Und deswegen haben wir uns für diesen Schritt entschieden“, erläuterte Feller. Bereits am Freitag seien die Schulen in NRW sensibilisiert worden, dass eine solche Entscheidung kommen könnte.
Beim Distanzunterricht gebe es unterschiedliche Formate, nicht nur digitale. So könne man den Schülerinnen und Schülern Aufgabenpakete schicken. Sie höre von vielen Schulen, „dass es wunderbar und gut geklappt hat“. Deshalb „ganz, ganz herzlichen Dank an alle, die jetzt davon betroffen sind und organisatorischen Mehraufwand haben, Schulen, aber auch die Eltern.“
Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gingen die Schulen in NRW für einen Tag lang landesweit in den Distanzunterricht. In den Schulen werde nur eine Notbetreuung angeboten, hatte die Landesregierung am Sonntag für den kommenden Tag mitgeteilt. (dpa/ab)

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