Drei Wettergefahren zugleich: Sturm „Goretti“ zieht über Belgien

<p>Der Winter bleibt turbulent: Meteorologen warnen vor Sturm „Goretti“.</p>
Der Winter bleibt turbulent: Meteorologen warnen vor Sturm „Goretti“. | Foto: belga

Nach der Warnstufe Orange wegen Glätte am Mittwoch stellt sich das Land nun erneut auf turbulente Tage ein. Für fast ganz Belgien hat das KMI Code Gelb ausgegeben – wegen Wind, Regen und möglicher Straßenglätte. Ein Sturm wie „Goretti“ sei zwar nichts Außergewöhnliches, so Dehenauw, doch die rasche Abfolge unterschiedlicher Wetterlagen mache die Situation heikel: „Bei Sturm ‚Goretti‘ müssen wir auf drei Fronten aufmerksam sein: Schnee, Regen und Wind.“

Die Windböen können – mit Ausnahme von den Provinzen Antwerpen und Limburg – landesweit bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreichen. Gleichzeitig beginnt der Schnee der vergangenen Tage zu tauen, während mehrere kräftige Niederschlagszonen über das Land ziehen. Innerhalb von 48 Stunden könnten 20 bis 50, lokal sogar bis zu 60 Millimeter Regen fallen – das entspricht bis zu 60 Litern Wasser pro Quadratmeter.

„Durch den starken Regen in Kombination mit Tauwetter besteht auch die Gefahr von lokalen Überschwemmungen“, warnt Dehenauw. Im Osten des Landes kann es erneut schneien, im Hohen Venn werden stellenweise sogar bis zu 30 Zentimeter Neuschnee erwartet.

Am Sonntag droht zudem eine neue Gefahr: Laut dem Meteorologen wird es ein sogenannter Eistag. Geschmolzener Schnee und Regen könnten dann wieder gefrieren – mit entsprechend erhöhter Rutschgefahr auf Straßen und Gehwegen.

Die Empfehlung der Experten ist klar: aufmerksam bleiben, Fahrten wenn möglich anpassen und die aktuellen Wetterwarnungen im Blick behalten.

Notrufnummer 1722 aktiviert

Angesichts der angekündigten kräftigen Regenfälle und starker Windböen hat das föderale Innenministerium am Donnerstag die Notrufnummer 1722 aktiviert.

Die Nummer 1722 ist für Bürgerinnen und Bürger gedacht, die nach einem Unwetter die Hilfe der Feuerwehr benötigen – etwa bei umgestürzten Bäumen, überfluteten Kellern oder anderen Sturmschäden. Besteht Lebensgefahr, muss weiterhin der Notruf 112 gewählt werden, betont das Innenministerium.

Am schnellsten lässt sich Hilfe über das elektronische Portal 1722.be anfordern. Alternativ kann auch telefonisch die 1722 angerufen werden. Dabei kann es allerdings zu Wartezeiten kommen, wenn viele Anrufe gleichzeitig eingehen. Ziel des Systems ist es, die Notrufzentralen der 112 zu entlasten und sicherzustellen, dass echte Notfälle ohne Verzögerung bearbeitet werden können. (calü)

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