Minister Crucke spricht sich gegen Winterreifenpflicht aus

<p>Jean-Luc Crucke</p>
Jean-Luc Crucke | Foto: belga

Die Anschaffung und Montage entsprechender Reifen verursachten erhebliche Kosten, die nicht für alle Haushalte leicht zu tragen seien.

Damit stellt sich der Minister gegen eine Forderung aus den eigenen Parteireihen. Der Fraktionschef seiner Partei im wallonischen Regionalparlament und Bürgermeister von Malmedy, Jean-Paul Bastin, hatte sich in der Tageszeitung „La Dernière Heure“ für eine generelle Pflicht ausgesprochen. Er hatte argumentiert, eine einheitliche Regelung könne die Verkehrssicherheit erhöhen und Unfälle bei Schnee und Eis reduzieren. Crucke setzt hingegen auf einen differenzierteren Ansatz. Er hat das Verkehrssicherheitsinstitut Vias beauftragt, einen Bericht zur Frage zu erstellen, ob bestimmte Straßen bei winterlichen Bedingungen nur mit angepassten Reifen befahren werden sollten. Ziel sei es, gezielt dort einzugreifen, wo es aus Sicherheitsgründen notwendig ist, ohne eine flächendeckende Verpflichtung einzuführen. Der Bericht soll als Grundlage für weitere politische Entscheidungen dienen.

Unterstützung erhält Crucke indes seinem wallonischen Amtskollegen François Desquesnes (Les Engagés). Auch der regionale Mobilitätsminister lehnt eine Pflicht für Winterreifen ab und spricht sich lediglich dafür aus, dass Straßenverwalter in klar abgegrenzten Zonen bei Bedarf die Nutzung bestimmter Straßen auf entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge beschränken können. Gleichzeitig verweist er auf die grundlegende Zuständigkeit der Föderalregierung. (belga/svm)

Kommentare

  • Das ist doch der Vogel, der kritische Stimmen verbieten will. Und jetzt macht der den Reifenexperten. Schämt der sich überhaupt nicht?

  • "Schämt der sich überhaupt nicht?" kann man sich auch jedes mal fragen, wenn solche Kommentare auftauchen... Andere Menschen als "Vogel" zu bezeichnen und selbst ernst genommen werden wollen? Schwierig.

Kommentar verfassen

2 Comments