Brüsseler Hotels schlagen Alarm: Auslastung bleibt 2025 unter Vorkrisenniveau

<p>Der Hotelverband BHA warnt vor steigenden Belastungen durch höhere Steuern und Abgaben.</p>
Der Hotelverband BHA warnt vor steigenden Belastungen durch höhere Steuern und Abgaben. | Foto: belga

Die Einnahmen pro Zimmer blieben im Vergleich zu 2024 stabil, der durchschnittliche Zimmerpreis lag jedoch unter dem Wert von 2023. Damit habe die Hotellerie die Inflation aufgefangen, ohne sie an die Kunden weitergeben zu können, so die BHA. „Alle Signale stehen auf Rot“, warnt der Verband.

Vor diesem Hintergrund treffe die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 12 Prozent, kombiniert mit einer höheren regionalen City-Tax, die Branche besonders hart. Dies sei ein zusätzlicher Schock, „den der Sektor nicht ohne Schaden verkraften kann“, heißt es. Die Maßnahmen schwächten die gesamte Wertschöpfungskette und hätten direkte Auswirkungen auf lokale Arbeitsplätze.

Die BHA verweist auf Erfahrungen anderer europäischer Länder: Steigende Abgaben führten dort regelmäßig zu einem Rückgang von Städtetrips, sinkender Attraktivität für Geschäftsreisen und Kongresse sowie zu einer dauerhaften Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit.

Kritik übt der Verband auch an illegalen Beherbergungsangeboten, die nach eigenen Angaben rund 25 Prozent des Marktes ausmachen und für unlauteren Wettbewerb sorgten.

Angesichts dieser Entwicklung fordert die BHA den föderalen und regionalen Gesetzgeber auf, einen planbaren und tragfähigen steuerlichen Rahmen zu schaffen und gegen illegale Unterkünfte konsequent vorzugehen. Zudem solle der Tourismus fester Bestandteil einer wirtschaftlichen Gesamtstrategie werden – um eine nachhaltige Schwächung der Branche zu verhindern. (belga/rt)

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