Mehr als 100.000 Seiten: Staatsblatt bleibt trotz Rückgang ein Schwergewicht

<p>Gesetze im Überfluss: Belgisches Staatsblatt knackte 2025wieder die 100.000-Seiten-Marke.</p>
Gesetze im Überfluss: Belgisches Staatsblatt knackte 2025wieder die 100.000-Seiten-Marke. | Foto: belga

Konkret umfasste das Staatsblatt 100.366 Seiten. Zum Vergleich: 2024 waren es mehr als 144.000 Seiten gewesen. „Im Vergleich zu 2024 wurden 2025 deutlich weniger Gesetze und Beschlüsse veröffentlicht – sowohl auf föderaler Ebene als auch in den Teilstaaten. Das lässt sich unter anderem durch den Regierungswechsel erklären“, sagt Edward Landtsheere, Sprecher des föderalen Justizdienstes.

Ganz ohne XXL-Publikationen ging es aber auch im vergangenen Jahr nicht. So sorgten etwa internationale Verträge und Abkommen für besonders umfangreiche Ausgaben – „darunter eine Rekordedition mit 10.104 Seiten“, so Landtsheere. Hinzu kamen mehr als 3.000 Seiten mit amtlichen Adressänderungen in der Zentralen Datenbank der Unternehmen (ZDU). Außerdem wurden über 3.000 Bekanntmachungen mehr als im Vorjahr veröffentlicht. In den Beilagen des Staatsblatts erschienen zudem fast 250.000 Akten von juristischen Personen.

Dass die Seitenzahl erneut über die Marke von 100.000 kletterte, hat auch technische Gründe. „Immer mehr Behörden liefern ihre Veröffentlichungen fertig formatiert an – oft mit größerer Schrift und mehr Weißraum. Das wirkt sich direkt auf die Gesamtseitenzahl aus“, erklärt der Sprecher.

In den vergangenen zehn Jahren wurde die Schwelle von 100.000 Seiten gleich achtmal überschritten. Das Staatsblatt, das seit dem 16. Juni 1831 erscheint, ist seit mehr als 20 Jahren online abrufbar. Dennoch werden weiterhin auch einige gedruckte Exemplare hergestellt – „aufgrund des offiziellen und authentischen Charakters der Papierausgabe“, betont Landtsheere. (belga/calü)

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