Unter anderem über die sozialen Medien hatte die 2021 gegründete Ultravereinigung Anfang Dezember zu Sachspenden aufgerufen, verbunden mit dem Ziel, möglichst vielen Kindern in gemeinnützigen Einrichtungen eine Freude zu machen. Schon in den ersten Wochen trudelten zahlreiche Spenden und randvolle Tüten ein, fast täglich kamen weitere hinzu.
So drängte sich statt der Frage, wie gut die Aktion angenommen würde, eine neue auf: Wo und wie sollten all die Spenden gelagert werden? Unter anderem ein Kicker, ein Fahrrad sowie zahlreiche Spielzeuge sorgten letztlich so schnell für Platzmangel, dass die Aktion bereits vor dem Heimspiel gegen Olympic Charleroi aus besten Gründen gestoppt werden musste.
Im Zentrum für Förderpädagogik in Eupen verteilte „Crew Neau“ nun die ersten Geschenke, in den kommenden Tagen sollen weitere Einrichtungen besucht werden. „Aufgrund der enormen Menge an erhaltenen Sachspenden – mehr, als eine einzelne Einrichtung sinnvoll nutzen kann – haben wir uns dazu entschieden, den restlichen Teil in den kommenden Tagen an eine weitere Einrichtung weiterzugeben. So stellen wir sicher, dass eure Spenden dort ankommen, wo sie gebraucht werden, und möglichst vielen Menschen zugutekommen“, schreibt „Crew Neau“ selbst bei Instagram.

Ende 2024 hatte die Ultravereinigung erstmals eine Spendenaktion lanciert, damals wurde unter anderem intern zu Geldspenden für die Jugendhilfeeinrichtung „Mosaik“ in Eupen aufgerufen. Fangruppierungen wie „Schwarz-weiße Gallier“ und „Pandas“ beteiligten sich ebenfalls. Auch Eupener Unternehmen wie „Stichpunkt“ und „Sallys Création“ unterstützten die Initiative – genau wie die AS Eupen selbst, die Freikarten für ein Heimspiel beisteuerte.
In diesem Jahr habe es eine andere Herangehensweise gebraucht, erklärt „Crew Neau“ auf Nachfrage. Vor allem die große Choreografie zum 80-jährigen Vereinsbestehen, die am 9. August beim Saisonauftakt präsentiert wurde, habe neben Zeit und Arbeit auch viel Geld gekostet. Dementsprechend sei es nicht möglich gewesen, die Spendenaktion erneut zum Großteil aus eigener Tasche zu finanzieren. Eine neue Idee musste her – sie endete mit einem vollen Erfolg und vielen leuchtenden Kinderaugen. (mn)

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