Zollbeamte setzen Protest am Lütticher Flughafen fort

<p>Streit um Arbeitszeiten: Der Zoll am Lütticher Regionalflughafen ist weiter in Aufruhr.</p>
Streit um Arbeitszeiten: Der Zoll am Lütticher Regionalflughafen ist weiter in Aufruhr. | Foto: belga

Die Arbeitszeiten der Zollbeamten am Flughafen sollen in naher Zukunft grundlegend geändert werden. Nach Angaben der Gewerkschaften droht dadurch ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben. Zudem werde die Zahl der Arbeitspausen erhöht, was paradoxerweise zu zusätzlicher Belastung führe und sich negativ auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirke.

Nach Angaben der Christlichen Gewerkschaft (CSC) sei die Situation bereits jetzt alarmierend: Rund ein Drittel der Beamten sei in der Vergangenheit wegen Erschöpfung arbeitsunfähig gewesen. Zudem kämen einzelne Mitarbeiter auf bis zu zwölf Arbeitstage am Stück, gefolgt von nur einem einzigen Ruhetag.

Kritik an fehlendem sozialen Dialog

Neben den konkreten Auswirkungen auf die Beschäftigten stößt vor allem die Art und Weise der Umsetzung der Reform auf scharfe Kritik. „Diese Reform wurde unter vollständiger Missachtung der Prinzipien des sozialen Dialogs durchgesetzt – trotz eines massiven, klaren und anhaltenden Widerstands aller Beamten“, erklärte die CSC in einer Mitteilung.

Der aktuelle Protest reiht sich in eine Serie von Aktionen ein. Ende November 2025 hatten die Zollbeamten bereits einen sogenannten Dienst nach Vorschrift durchgeführt und die Kontrolle der am Flughafen ankommenden Waren eingestellt. Am 12. Dezember kam es zudem zu Arbeitsniederlegungen und zahlreichen Abwesenheiten, die den Betrieb spürbar beeinträchtigten. (belga/calü) 

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