Die USA reklamieren mit aller Gewalt die Vorherrschaft in der sogenannten westlichen Hemisphäre. Die jüngst veröffentlichte Sicherheitsdoktrin ist dabei kein Papier für Schubladen. Spätestens jetzt zeigt sich: Sie ist eine Gebrauchsanweisung.
Angriff der USA auf Venezuela: Stunde der Doppelmoral
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Kommentare
Ohne diese Doppelmoral würden wohl alle für die kommende WM in den USA qualifizierten Länder, für die Rechtsstaatlichkeit und Völkerrecht nicht nur Floskeln sind, ihre Teilnahme an dem Turnier absagen. Was sonst?
Denn wo genau liegt nochmal der Unterschied zwischen Trump und Putin?
Beides sind Imperialisten für die nur das Recht des Stärkeren zählt. Beide haben mit Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Völkerrecht nichts am Hut. Beide lassen ihre politischen Gegner verfolgen. In Russland gibt es keine kritischen Medien und in den USA werden kritische Journalisten und Presseorgane mit präsidialer Beleidigung, Repression und Klagen eingeschüchtert. Gewaltenteilung und Unabhängigkeit der Justiz? Hier wie dort Fehlanzeige.
In Russland gibt es keine freien Wahlen und in den USA hetzt ein Präsident seine Anhänger zum Sturm auf das Capitol auf und begnadigt die Täter.
Russland ist ein Unrechtsstaat durch und durch mit Bürgern, die sich in politischer Lethargie ihrem Schicksal ergeben haben oder ihren verbrecherischen Diktator gar noch unterstützen. In Amerika hat die Hälfte der Wahlberechtigten einem verurteilten Sexualstraftäter und krankhaften Egomanen zur Macht verholfen, der schrittweise die USA in eine Autokratie verwandeln möchte.
Die WM in den USA wäre die passende Gelegenheit, Herrn Trump und seinem Buddy Infantino einen Denkzettel zu verpassen und ihnen den Spaß zu verderben.
Es wird dank Doppelmoral nicht soweit kommen.
Kleiner Nachtrag zu meinem noch nicht freigeschalteten Post von heute Morgen:
"Die USA haben eine lange Geschichte von Interventionen und Regierungsstürzen. In Lateinamerika zählen zu den bekanntesten Fällen die CIA-gestützten Putsche in Guatemala 1954, Brasilien 1964 und Chile 1973 sowie die Invasion Panamas 1989.
Anders als vor der ebenfalls völkerrechtswidrigen Invasion im Irak versuchten die USA im Falle Venezuelas nicht, ein Mandat des UN-Sicherheitsrats zu erlangen.
(Quelle: ZON 05.01.2026: "Kolumbiens Präsident weist Drohungen Trumps zurück")
Diese von Herrn Leonard monierte Doppelmoral hat bei den USA Methode, allerdings nicht nur dort. Russland bietet dasselbe Bild: Was Trump in Venezuela recht ist, war Putin in der Ukraine schon lange billig.
Wikipedia bietet eine beeindruckende Liste an: "Liste von Militäroperationen der Vereinigten Staaten"
Auch interessant die Intervention des US-Ökonomen und UN-Beraters Prof. Jeffrey Sachs anlässlich des UN-Sicherheitsrates zu Venezuela (bei Youtube zu finden).
Eine schallende Ohrfeige für die Trump Administration und den seit Jahrzehnten betriebenen US-Imperialismus.
Die Demontage der in Jahrzehnten mühsam aufgebauten internationalen Organisationen geht weiter.
Die TAGESSCHAU meldet soeben: "USA ziehen sich aus 66 Organisationen zurück"
Einzelheiten gibt es auf der entsprechenden Webseite.
Die Begründung:
"Laut US-Außenminister Marco Rubio habe die Regierung festgestellt, dass die betroffenen Institutionen unter anderem "überflüssig" und "schlecht verwaltet" seien, dass deren Interessen denen der USA zuwiderliefen oder sie "eine Bedrohung für die Souveränität, die Freiheiten und den allgemeinen Wohlstand unserer Nation" darstellten."
"Sie [die Trump-Regierung] hatte kritisiert, dass die Vereinigten Staaten dort für andere Länder zahlten und im Gegenzug nichts zurückbekämen."
America first? America alone! Soon…
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