Die aktuellen Proteste in Iran hatten am vergangenen Sonntag begonnen, als Ladenbesitzer in Teheran aus Protest gegen die massive Inflation ihre Geschäfte schlossen. In den darauffolgenden Tagen schlossen sich auch Händler in anderen Städten sowie Studierende an. Die Unzufriedenheit richtet sich nicht nur gegen die schwierige wirtschaftliche Lage, sondern auch gegen das Fehlen politischer Freiheiten.
Die Kundgebung in Brüssel begann gegen 14 Uhr und dauerte bis 16 Uhr. Etwa 20 Demonstranten versammelten sich gegenüber der Botschaft, schwenkten Fahnen, riefen Parolen und hielten Transparente hoch. Ihre zentrale Botschaft: Das iranische Regime solle umgehend damit aufhören, friedliche Demonstranten festzunehmen und einzuschüchtern, um die seit sechs Tagen andauernden Proteste zu brechen. Es sei auch von Schusswaffengebrauch die Rede. Nach Angaben eines Sprechers hätten die Behörden allein im Jahr 2025 mehr als 2.200 Menschen hinrichten lassen. Zudem versuche das Regime, die Protestbewegung durch die Verbreitung manipulierter Videos im Internet zu diskreditieren.
Ali Bagheri, ein Vertreter der iranischen Opposition in Brüssel, forderte die volle Unterstützung der EU-Mitgliedstaaten und Belgiens für die Protestbewegung. Es sei eine historische Chance für ein säkulares, demokratisches und freies Iran, sagte er. Die Proteste müssten zu einer breiteren politischen Bewegung werden: „Die Iraner wollen ein freies Land – dafür kämpfen wir.“ (belga/rt)

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