Trabelsi war 2003 in Belgien zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er einen Anschlag auf die Luftwaffenbasis Kleine-Brogel geplant haben soll. Nach Verbüßung seiner Strafe wurde er 2013 an die USA ausgeliefert, wo er erneut vor Gericht stand. Im Juli 2023 wurde er von einem Bundesgericht in Washington freigesprochen, blieb jedoch weiterhin in Virginia inhaftiert. Erst im vergangenen August konnte er nach Belgien zurückkehren, wo er zunächst im geschlossenen Rückführungszentrum in Merksplas festgehalten wurde. Ende Oktober wurde er entlassen.
Nach seinen Angaben wollen seine Anwälte nun erreichen, dass auch die belgische Verurteilung aufgehoben wird, „da ich in den USA freigesprochen wurde“.
Während Belgiens föderale Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt (N-VA) weiterhin anstrebt, Trabelsi nach Tunesien abzuschieben, möchte dieser stattdessen nach Afghanistan ausreisen. Er besitze dort noch ein Haus und wolle sich dort niederlassen, sagte er. Belgien hingegen sei nicht sein Wunschaufenthaltsort.
Für die Ausreise nach Afghanistan sei er jedoch auf die Unterstützung der föderalen Behörden angewiesen. „Ich wünsche mir, dass die Regierung die Taliban kontaktiert, um die notwendigen Papiere zu erhalten“, erklärte Trabelsi. (belga/rt)

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