Brüsseler Bäckereien im Rennen um die beste Dreikönigskuchen

<p>Acht Brüsseler Bäckereien nahmen am Wettbewerb für die beste handwerklich und nachhaltig hergestellte Dreikönigskuchen teil.</p>
Acht Brüsseler Bäckereien nahmen am Wettbewerb für die beste handwerklich und nachhaltig hergestellte Dreikönigskuchen teil. | Foto: belga

Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich handwerklich arbeitende Bäckereien und Konditoreien in der Brüsseler Region. Die Initiative stammt von Mingle, einer Beratungsagentur für nachhaltige Ernährung, die auf dem jährlichen Verzeichnis „Tartine et Boterham“ aufbaut. Darin werden jedes Jahr rund 50 handwerkliche Betriebe gelistet.

Die Anforderungen waren streng: Der Blätterteig musste selbst hergestellt werden, künstliche Aromen wie Mandelaromen sowie Margarine waren verboten. Auch in Hinblick auf Nachhaltigkeit galten klare Kriterien: Mindestens drei Vorgaben zu Bio- und/oder belgischer Herkunft der wichtigsten Zutaten (Mandeln, Butter, Mehl und Eier) mussten erfüllt werden. Plastikfigürchen waren nicht erlaubt.

Am Ende erfüllten nur acht Bäckereien das vollständige Pflichtenheft:

drei in Saint-Gilles (La Boule, Boulengier und Pateike), zwei in Ixelles (Brood und Goods), sowie je eine in Forest (Janine), Woluwe-Saint-Lambert (Fiston) und Etterbeek/Uccle (Mains).

Bei den Preisträgern finden sich bekannte Namen: Fiston und Boulengier belegten Platz zwei und drei – im Vorjahr waren sie noch Dritter bzw. Erster. Gewonnen hat die Bäckerei Goods aus Ixelles, die zum ersten Mal teilnahm.

Die Bewertung erfolgte blind durch eine Jury aus zehn Fachleuten, Journalisten und Food-Influencern. Beurteilt wurden Optik (Farbe, Regelmäßigkeit, Dekor), Geschmack (Balance und Qualität der Frangipane) sowie Textur (knuspriger Blätterteig, cremige Füllung). Fiston gewann zusätzlich den Publikumspreis.

Die Organisatoren wollen den Wettbewerb künftig landesweit öffnen. „Brüssel ist nicht der Nabel der Welt – und sicher nicht der einzige Ort, an dem gute Galettes hergestellt werden“, heißt es augenzwinkernd in der Mitteilung. Laut Noémie De Clercq, Gründerin von Mingle, haben bereits mehrere Bäckereien aus anderen Landesteilen Interesse angemeldet.

Der Rückgang der Teilnehmerzahl in Brüssel sei kein Zeichen nachlassenden Engagements, betont sie. Manche Betriebe bereiteten sich gezielt auf eine spätere Teilnahme vor, andere seien terminlich verhindert gewesen. Eine Gewinnerbäckerei aus dem Vorjahr habe bewusst verzichtet, um die eigene Produktion klein zu halten.

Traditionell wird die Dreikönigskuchen um den 6. Januar zur Epiphanie gegessen – dem katholischen Fest zur Anbetung des Jesuskindes durch die Heiligen Drei Könige. (belga/rt)

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