Schiedsgericht verpflichtet DAZN, belgischen Fußball bis Saisonende weiter zu übertragen

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Pro-League-Geschäftsführer Lorin Parys reagierte zufrieden: „Die Gewinner dieses Urteils sind unsere Fans, unsere Klubs und der belgische Fußball insgesamt.“

Die Pro League setzte sich damit in einem Eilverfahren durch. Ende November hatte der Rechteinhaber DAZN den Vertrag mit der Pro League gekündigt und dies mit einer aus seiner Sicht wirtschaftlich nicht tragfähigen Vereinbarung mit den Telekommunikationsanbietern begründet – nach eigenen Angaben im Einklang mit der belgischen Gesetzgebung. Zwar übertrug DAZN den belgischen Fußball weiterhin, zahlte jedoch die November-Rate nicht an die Pro League aus. Daraufhin leitete die Liga ein Dringlichkeitsverfahren beim Schiedsgericht ein. Dieses gab der Pro League nun Recht: DAZN muss die vertraglich vereinbarten Zahlungen leisten, die Produktion und Ausstrahlung der Spiele fortführen, die zugesagten Anti-Piraterie-Maßnahmen sowie Geoblocking-Bestimmungen einhalten und erneut mit den Telekommunikationsanbietern über Verbreitungsvereinbarungen verhandeln. „Wir sind erleichtert, dass DAZN seine Verpflichtungen in Bezug auf Produktion, Distribution, Zahlung und die Verhandlungen mit den Telkos erfüllen muss“, erklärte Lorin Parys. Die angeordneten Maßnahmen gelten vorläufig bis zum Saisonende oder bis das Schiedsgericht, das sich in der Sache auch inhaltlich mit dem Fall befassen wird, über vorläufige Maßnahmen entscheidet. (belga/sc)

Kommentare

  • Dazn wird Berufung einlegen und es wird noch immer keine Kohle fließen.
    Die Pro League sollte sich besser nach anderen Lösungen suchen statt sich auf Gerichte zu verlassen.

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