Seit 2014 ist die eID für Belgier zwischen 18 und 75 Jahren zehn Jahre gültig. Ab dem 75. Lebensjahr verlängert sich die Gültigkeit auf 30 Jahre – als Erleichterung für ältere Menschen. Allerdings müssen die digitalen Zertifikate der Karte weiterhin alle zehn Jahre erneuert werden, wenn die Online-Funktionen genutzt werden sollen.
Das führt dazu, dass viele Senioren zwar noch eine gültige Karte besitzen, aber keinen Zugang mehr zu digitalen Verwaltungsdiensten wie Tax-on-web, MyPension oder eHealth haben, wenn sie das Zertifikat nicht erneuern lassen. Zudem sei es nicht möglich zu garantieren, dass der Chip nach zehn Jahren noch den Sicherheitsanforderungen entspricht, erklärt N-VA-Abgeordneter Wim Van der Donckt. Nach seiner Einschätzung kann dies sogar bei Grenzkontrollen zu Problemen führen.
„Was vor zehn Jahren als Vereinfachung gedacht war, sorgt heute für Frust, digitale Ausgrenzung und sogar Sicherheitsrisiken“, so der Parlamentarier. Er plädiert daher für eine einheitliche Gültigkeitsdauer von zehn Jahren für alle Altersgruppen.
Die Technologie und die rechtlichen Rahmenbedingungen hätten sich grundlegend verändert, sagt Van der Donckt. Eine Identitätskarte 30 Jahre lang für gültig zu erklären, sei nicht mehr zeitgemäß. Personen, die ihre Zertifikate erneuern müssen, aber nicht mobil sind, könnten auf elektronische Schalter verwiesen werden. (belga/rt)

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