Neue Radar-Technologie für die Zone Vesdre in Planung

<p>Diese Art mobile ANPR-Kamera könnte 2026 in der Zone Verviers eingesetzt werden.</p>
Diese Art mobile ANPR-Kamera könnte 2026 in der Zone Verviers eingesetzt werden. | Foto: Securoad

Gegenüber der frankophonen Zeitung erklärte der Zonenpräsident und Bürgermeister von Verviers, Maxime Degey, dass es sich um eine Technologie handle, über deren konkrete Umsetzung noch entschieden werden müsse. Das System unterscheide sich von herkömmlichen Radaranlagen, da es nicht ausschließlich auf Geschwindigkeitskontrollen ausgerichtet sei. ANPR-Kameras erfassen Kennzeichen in Echtzeit und übermitteln die entsprechenden Informationen an die Polizei. Dabei würden sämtliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit einem Fahrzeug sofort angezeigt, was es ermögliche, nicht ordnungsgemäße oder gesuchte Personen zu identifizieren. Derzeit seien jedoch keine direkten Sanktionen vorgesehen, vielmehr stehe der Informationsaustausch im Vordergrund.

Ein zentrales Einsatzgebiet des Systems könnte die Kontrolle des lokalen Verkehrs sein. Mithilfe mobiler, autonomer und schnell installierbarer ANPR-Module könnten zeitlich begrenzt bestimmte Straßenabschnitte überwacht werden. So ließe sich etwa feststellen, ob Fahrzeuge unzulässigerweise Durchfahrtsstraßen nutzen. Darüber hinaus könne das System auch als Abschnittskontrolle dienen und bei polizeilichen Ermittlungen eingesetzt werden, etwa um Fahrzeuge im Zusammenhang mit Diebstahlsdelikten zu identifizieren.

Technisch zeichne sich das geplante System durch seine Unauffälligkeit und Flexibilität aus. Es sei deutlich kleiner als herkömmliche Geräte wie Lidar-Radare, vollständig autonom und innerhalb von rund 20 Minuten auf- und abbaubar. Ziel sei es nicht, möglichst viele Anzeigen zu erstatten, sondern die Sicherheit zu erhöhen, so Maxime Degey. Er bezeichnete die Technologie als interessant, aber noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Sollte das Projekt umgesetzt werden, könnten die neuen Geräte ab 2026 in der Polizeizone Vesdre, darunter in Verviers, Dison und Pepinster, zum Einsatz kommen. (lm/jj)

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