Die Armee setzt bereits seit mehreren Jahren den FN 303 ein. Diese Waffe verschießt mithilfe von Druckluft Kunststoffprojektile und soll Bedrohungen auf weniger gefährliche Weise neutralisieren. Die neue „Smart“-Version geht einen Schritt weiter: Sie ist mit einer integrierten Kamera und Echtzeit-Bildverarbeitung ausgestattet, die menschliche Köpfe erkennt. Wird die Waffe auf den Kopf einer Person gerichtet, blockiert sie automatisch.
„Lokale Innovation zu nutzen, um unsere Soldaten besser zu schützen und Kollateralschäden zu vermeiden, ist eine Frage des gesunden Menschenverstands“, betonte Francken. „In Situationen extremen Stresses zählt jede Sekunde. Der FN Smart Protector fungiert dann als technologisches Sicherheitsnetz. Indem das Risiko unbeabsichtigter Kopftreffer drastisch reduziert wird, erhöhen wir die Sicherheit unserer Soldaten ebenso wie jener Menschen, die in Einsätze involviert sind.“
Neben der Sicherheitsfunktion verfügt das System über ein Trainingsmodul sowie über die Möglichkeit einer nachträglichen Einsatzanalyse, sodass jede Intervention präzise ausgewertet werden kann.
Die Auslieferung der ersten Geräte ist für den 1. März 2026 vorgesehen. Im Anschluss folgt eine intensive operative Testphase in enger Zusammenarbeit mit FN Herstal, um die Bildverarbeitung auf Grundlage praktischer Erfahrungen weiter zu optimieren.
Vor wenigen Wochen hatte eine Delegation von FN Herstal während der belgischen Wirtschaftsmission in Kalifornien das System der Polizei von Los Angeles vorgestellt – auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028. Bereits heute kommen Gesichtserkennungskameras von FN bei der Polizei in Tampa (Florida) zum Einsatz. (belga/rt)

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