Online-Betrüger täuschen Verwaltung der Kammer – MR-Abgeordneter ohne Gehalt

<p>Online-Betrüger täuschen Verwaltung der Kammer – MR-Abgeordneter ohne Gehalt</p>

Demnach ging bei den Diensten der Kammer eine betrügerische E-Mail ein. In der Nachricht wurde darum gebeten, das Gehalt des ehemaligen Staatssekretärs für Digitalisierung künftig auf ein neues Bankkonto zu überweisen. Der Aufforderung wurde entsprochen – mit der Folge, dass Michel sein letztes Gehalt nicht erhalten hat.

Der MR-Politiker äußerte sich kritisch zur IT-Sicherheit des Parlaments. Die Kammer sei in Fragen des Schutzes ihrer Informatiksysteme „offenbar stark im Rückstand“, so Michel. Im gleichen Atemzug habe er dem Kammerpräsidenten nahegelegt, das Personal zum Thema Cybersicherheit schulen zu lassen.

Kammer: Fehler korrigiert, Anzeige erstattet

In einer Mitteilung bestätigt die Kammer den Vorfall und spricht von einer „menschlichen Fehlleistung“ innerhalb ihrer Dienste. Die Institution betont, der Fehler sei umgehend korrigiert worden; die parlamentarische Entschädigung sei inzwischen ordnungsgemäß an Mathieu Michel ausgezahlt.

Zudem wurde am 2. Dezember Anzeige bei der Polizei erstattet. „Mehrere Schritte wurden außerdem gegenüber der betroffenen Bank sowie bei Ombudsfin (Ombudsstelle für Finanzdienstleistungen, A.d.R.) eingeleitet“, heißt es weiter. Die für den Betrug verwendete E-Mail-Adresse wurde gesperrt, die internen Abläufe verschärft.

Darüber hinaus verweist die Kammer auf bestehende Cybersicherheitsmaßnahmen und kündigt zusätzliche Schulungen für Mitarbeitende und Abgeordnete an, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. (calü)

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