Weniger Papier, mehr Infos: Viele Belgier wollen digitale Packungsbeilagen

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Nicht immer hilfreich: die Packungsbeilage. | Foto: picture alliance/dpa

Die Erhebung wurde vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführt und basiert auf den Antworten von 1.000 Belgiern im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Das Ergebnis ist eindeutig: Die große Mehrheit der Befragten steht digitalen Medikamenteninformationen offen gegenüber – vor allem aus ökologischen Gründen.

Papier gilt als Umweltverschwendung

Aus Sicht von Bachi ist der klassische Beipackzettel ein erheblicher Umweltfaktor. Jährlich würden in Belgien mehrere hundert Millionen Papierbeilagen gedruckt, verteilt und größtenteils ungelesen entsorgt. „Diese massive Produktion hinterlässt einen spürbaren ökologischen Fußabdruck“, heißt es in der Analyse des Verbands.

Digitale Beipackzettel, die über einen QR-Code auf der Verpackung abrufbar sind, schneiden deutlich besser ab: Sie verursachen kaum zusätzliche Umweltbelastung und bieten zugleich einen entscheidenden Vorteil – jederzeit aktuelle und geprüfte Informationen.

Verlässliche Infos statt Internet-Suche

Ein weiteres Problem: Zwar verfügen die Gesundheitsbehörden über validierte und laufend aktualisierte Daten zu Medikamenten, doch diese sind für viele Verbraucher nicht leicht zugänglich. Wer online nach Informationen sucht, lande häufig bei unkontrollierten oder zweifelhaften Quellen.

Hier könnten QR-Codes Abhilfe schaffen. Sie würden Nutzer gezielt zu offiziellen, verlässlichen Informationsseiten führen – und damit zu einem besseren Verständnis sowie einem sichereren Umgang mit frei verkäuflichen Arzneimitteln beitragen, so Bachi. (belga/calü)

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