Durch das Unentschieden gegen Charleroi verpasst Eupen es, mit Platz vier und Lommel gleichzuziehen. Mit 30 Punkten belegt die AS den fünften Platz.
Auch für die AS Eupen beginnt nun eine fast vier Wochen lange Winterpause. Am 17. Januar starten die Ostbelgier mit einem Heimspiel gegen Spitzenreiter SK Beveren in das neue Jahr. Dann schon werden möglicherweise mehrere Neuzugänge die Ostbelgier verstärkt haben und mit ihnen den Wiederaufstieg in die 1. Division ins Visier nehmen.
AS Eupen 2:2 Olympic Charleroi
Gegen den Tabellenvorletzten aus Charleroi baute AS-Cheftrainer Bruno Pinheiro seine Mannschaft im Vergleich zum Auswärtssieg bei Patro Eisden Maasmechelen (1:0) auf keiner Position um – mit einer unveränderten Startelf nahmen die Ostbelgier vor 1.872 Zuschauern den vierten Sieg in Serie ins Visier.
Nach ersten Offensivaktionen von Eupen über Atteri (1.) und Van Genechten (3.) ging die erste klare Chance auf das Konto der zunächst hoch anrennenden Gäste: Sarkic prüfte Hiller im Tor der AS mit einem gefährlichen Abschluss (7.). Im Spielaufbau wurden die Ostbelgier gerade in der Anfangsphase früh und sichtbar gestört – einen Spaziergang ermöglichte der Tabellenvorletzte den Gastgebern jedenfalls nicht. Eupen rannte zwar mehrfach an, bremste sich dann aber spätestens im gegnerischen Strafraum selbst: In der 20. Minute zögerte Müller zu lange mit dem Abschluss.

Dass nach 25 Minuten die ersten verhaltenen Pfiffe im Stadion zu hören waren, spiegelte die Leistung der AS auf dem Platz wider: Eupen tat sich schwer, während Charleroi nach 28 Minuten die nächste klare Chance hatte. Hiller lenkte einen Kopfball von Ndedi über die Latte, war nach der anschließenden Ecke aber geschlagen: Jahic setzte sich gegen zwei AS-Verteidiger durch und köpfte zum nicht unverdienten 0:1 ein. Eupen reagierte zunächst über Möhwald, dessen Sturz im Strafraum nicht für einen Elfmeter reichte, sowie mit einem Abschluss von Delaurier-Chaubet (35.). Der Ausgleichstreffer sollte der AS bis zur Pause nicht mehr gelingen – nach einer schwachen ersten Hälfte hatten die Schwarz-Weißen noch viel Luft nach oben.
Dafür brauchten die Eupener allerdings keine 20 Sekunden, um nach der Pause für das 1:1 zu sorgen: Von zwei Gegenspielern umringt, zog Atteri von der Strafraumgrenze aus ab - Torwart Herrerin konnte nur chancenlos hinterherschauen. Wenige Minuten später hatte der Angreifer nach einer starken Aktion im Strafraum das 2:1 auf dem Fuß, verpasste das Tor aber knapp. Eupen drängte in dieser Phase auf die Führung, war auf der Gegenseite aber auch etwas im Glück: In der 54. Minute tickte der Ball nach einer Ecke auf die Latte.

Im Anschluss verfiel Eupen wieder in Muster der ersten Hälfte, Charleroi blieb so im Spiel. Gut 20 Minuten vor Schluss sorgte erneut Atteri für eine Riesenchance, als er aus geringer Entfernung per Kopfball am stark parierenden Herrerin scheiterte. Kurz darauf fehlten Nuhu nur Zentimeter zum 2:1 für die nun auf die Führung drängende AS, der Angreifer traf aus wenigen Metern den Pfosten.
Kurz darauf stand die AS in Überzahl auf dem Platz: Nach einer Notbremse gegen den eingewechselten Bitumazala sah Verteidiger Ndedi die Rote Karte. Den dritten Treffer des Abends erzielten trotzdem die Gäste: Nach einem Freistoß schlug ein Kopfball von Jahic hinter Hiller im Tor der AS ein (81.). Beim 1:2 blieb es nicht lange, denn in der 86. Minute brachte Bitumazala die AS Eupen zurück in die Partie. 2:2, kurz vor Schluss war alles wieder offen. Eupen wollte nun den Siegtreffer, kam in einer hektischen Schlussphase aber nicht mehr über das 2:2 hinaus. Für die Ostbelgier ein unter dem Strich enttäuschendes Resultat. (mn)


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