Der Samusocial betreut derzeit jeden Abend fast 500 Menschen, darunter auch Kinder und Säuglinge. Die Einrichtung ist der wichtigste Anbieter von Notunterkünften für Familien in der Region Brüssel-Hauptstadt.
Der Bedarf ist jedoch deutlich höher: Seit Januar konnten mehr als 6.000 Familienangehörige nicht aufgenommen werden, weil es an Plätzen fehlt.
„Mit diesem neuen Angebot wollen wir Familien einen Ort bieten, an dem sie zur Ruhe kommen und langfristig wieder Stabilität finden können“, erklärte Samusocial-Direktorin Sarah de Liamchine. Diese Form der Unterbringung sei innovativ und werde häufig durch private Mittel und die Solidarität der Bevölkerung möglich gemacht. Zugleich hoffe man, die Politik zu inspirieren, damit das Modell weiterentwickelt und als Übergangslösung zu einem dauerhaften Zuhause anerkannt werde.
Auch Renaud Tockert, geschäftsführender Verwalter von Cap48, betonte die Bedeutung der Initiative: „Dank der Großzügigkeit der Öffentlichkeit unterstützt Viva for Life jedes Jahr mehr als 180 Vereinigungen und begleitet tausende Familien in großer Armut in Wallonien und Brüssel.“ Im vergangenen Jahr hätten rund 20.000 Kinder von den Spenden profitiert. Man müsse jedoch auch dann handeln, wenn kurzfristig Hilfe nötig sei. (belga/rt)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren