Dritter Sieg in Folge: AS Eupen stößt gegen Patro Eisden in die Top Sechs vor

<p>Logan Delaurier-Chaubet brachte Eupen per Elfer mit 1:0 in Front.</p>
Logan Delaurier-Chaubet brachte Eupen per Elfer mit 1:0 in Front. | Foto: Yann Van Cauteren

Mit drei Siegen in Folge im Rücken empfängt die AS Eupen zum Jahresabschluss am Sonntag (19.15 Uhr) den Tabellenvorletzten Olympic Charleroi. Erfolg Nummer vier, und Eupen würde sich im Aufstiegskampf festbeißen. Nach der Winterpause sind die „Pandas“ am 17. Januar gegen Spitzenreiter Beveren im Einsatz.

Patro Eisden 0:1 AS Eupen

Die ersten richtig gefährlichen Angriffe gab es in Maasmechelen tatsächlich erst in der Pause – und da zitterte sogar das Tornetz. Das Problem: Hier zeigte gerade „nur“ der Nachwuchs sein Können, während sich die Großen in der Kabine neue Taktikanweisungen abholten. Schade eigentlich, dass sich das halbe Stadion da am Bratwurststand befand, denn die Kinder brachten wesentlich mehr Action auf den Rasen als ihre Vorbilder.

Die erholten sich gerade von einer ersten Halbzeit, an die sich in einem halben Jahr garantiert niemand mehr erinnern wird. Auch ein Ballbesitz von phasenweise 81 Prozent reichte der AS nicht zur Führung, ja nicht einmal zu einem als wirklich gefährlich zu bezeichnenden Torschuss.

Dreieinhalb Minuten dauerte es, bis der portugiesische Vulkan an der Eupener Seitenlinie erstmals anfing, leicht zu brodeln. Einen ersten Offensivvorstoß auf Nuhu beendete das Schiedsrichtergespann um Kevin Van Damme mit einem Abseitspfiff – aus Sicht von Trainer Bruno Pinheiro zu Unrecht. Er schickte übrigens dieselbe Startelf auf den Platz wie beim 2:1-Erfolg gegen die U23 von Club Brügge am vergangenen Sonntag. Sprich: Der von einer Gelbsperre zurückgekehrte Plastun saß erst einmal auf der Bank, während Gavory als Linksverteidiger auflief und Möhwald und Busquets das defensive Mittelfeld bildeten.

<p>Müllers Eupener dominierten in der ersten Halbzeit, schlugen daraus aber kein Kapital.</p>
Müllers Eupener dominierten in der ersten Halbzeit, schlugen daraus aber kein Kapital. | Foto: belga

Das Trio und seine Kollegen starteten hochmotiviert in die Partie, nahmen auswärts sofort in die Hand. Doch aus dem Spiel heraus kreierten sie erst einmal keine Gefahr, zudem flog ein Nuhu-Freistoß ans Außennetz (13.). Möhwald gab aus der Distanz ebenfalls nur einen kleinen Warnschuss ab (18.) – ähnlich wie Müller aus der Drehung (22.).

Und die Hausherren um den Ex-Eupener Stef Peeters (2020-2023)? Die überließen den Gästen bereitwillig den Ball, stellten sich ihnen erst in der eigenen Hälfte gegenüber und lauerten auf Konter. Und genau so schrammten sie Mitte der ersten Halbzeit nach einem AS-Fehlpass am 1:0 durch ebenjenen Peeters vorbei (23.). Pech hatten die Eupener, als Atteri bei einer Ecke im Strafraum von hinten umgegrätscht wurde – das hätte ein Elfmeter sein müssen (33.).

Bis zur Pause änderte sich das Bild nicht mehr. Einzig durch Freistöße drang Maasmechelen in den Gästestrafraum ein, ohne dort gefährlich zu werden. Den letzten Versuch vor dem Seitenwechsel durch Peeters klärte Paeshuyse per Kopf, der folgende Konter über Nuhu versandete (45.).

<p>Zakaria Atteri holte einen schmeichelhaften Elfmeter für Eupen raus.</p>
Zakaria Atteri holte einen schmeichelhaften Elfmeter für Eupen raus. | Foto: belga

Absolut passend zu diesem Abend: Erst führte Patro Eisden den Anstoß zur zweiten Hälfte zu vorschnell aus, dann spielte die Anzeigetafel verrückt – 3:0 für Eupen? So viele Chancen hatte es bis dahin nicht einmal gegeben. In Führung gingen die „Pandas“ trotzdem, wenn auch mit einer großen Portion Glück: Nach einem Einwurf von Kennedy stieg Atteri mehr in Prychynenko als umgekehrt. Dennoch gab es einen Elfmeter, den Delaurier-Chaubet verwandelte (51.).

Patro gab seine Kaninchentaktik allmählich auf, doch mehr Spektakel bedeutete das Eupener 1:0 vorerst nicht. Rund 20 Minuten später musste Torhüter Hiller bei einem Kopfball von Masangu nach Peeters-Freistoß erstmal richtig eingreifen – und kurz danach lag der Ball plötzlich in seinem Netz, bei seinem Kopfball hatte Borry allerdings im Abseits gestanden (72.).

Endlich schaltete die Partie einen Gang hoch: Fast im Gegenzug hatte Möhwald das 2:0 auf dem Fuß, Atteris Steckpass versprang ihm allerdings (74.). Direkt danach stand Dony´s Kopf dem eingewechselten Barès im Weg, ehe Atteri den Nachversuch über die Latte setzte (75.). Fünf Minuten vor Schluss rettete Paeshuyse einen Versuch von Rousseau in höchster Not vor der Linie. Auf der anderen Seite vergab Joker Bitumazala per Konter über die rechte Seite die riesen Chance auf die Entscheidung (90.+1).

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