Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von Fachleuten aus dem Reifensektor und zeigt: Die Homogenität der Bereifung hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Bei vielen Fahrzeugen stimmen linke und rechte Reifen nicht überein – etwa in Größe, Marke, Reifentyp, Saisonkategorie, Tragfähigkeitsindex, Geschwindigkeitsklasse oder in der Profiltiefe.
Besonders alarmierend: Bei 3,5 Prozent der Fahrzeuge wurden Reifen unterschiedlicher Kategorien auf derselben Achse festgestellt, etwa ein Winterreifen und ein Ganzjahresreifen. In anderen Fällen waren Winterreifen an der Vorderachse und Sommerreifen an der Hinterachse montiert – oder umgekehrt. Solche Kombinationen erhöhen das Risiko eines Kontrollverlusts erheblich.
Darüber hinaus stellten die Experten Abweichungen bei technischen Spezifikationen, der Profiltiefe sowie beim Last- und Geschwindigkeitsindex fest. „Große Unterschiede zwischen den Reifen beeinträchtigen das korrekte Funktionieren elektronischer Sicherheitssysteme“, warnt Traxio-Sprecher Filip Rylant. „Das Mischen verschiedener Reifentypen stellt ein echtes Risiko für die Verkehrssicherheit dar.“
Die im Sommer durchgeführte Studie bringt allerdings auch eine positive Entwicklung ans Licht: Die Zahl der Reifen mit Beschädigungen oder übermäßiger Abnutzung ist im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen.
„Der belgische Autofahrer ist sich heute stärker bewusst, wie wichtig gut gewartete Reifen sind“, so Rylant. Dennoch bestehe weiterhin Handlungsbedarf: Rund 600.000 Pkw sollten dringend von einem Fachmann überprüft werden. „Vorsicht ist geboten, denn der Reifen ist der einzige Kontaktpunkt zwischen Fahrzeug und Straße“, lautet sein abschließender Appell. (belga/calü)

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