Im ersten Quartal 2025 wurden noch sechs von zehn Attesten der Fachärzte auf Papier ausgestellt. Neun Monate später war dieser Anteil bereits auf fünf von zehn gesunken, bevor er zum Jahresende unter die Marke von drei Papierattesten pro zehn fiel.
Diese Entwicklung vereinfacht laut den Freien Krankenkassen die administrativen Abläufe und beschleunigt die Rückerstattungen – zum Vorteil der Patienten und des gesamten Sektors.
Das papierbasierte Verfahren umfasst mehrere logistische Schritte: von der Übergabe des Attests an den Patienten nach der Konsultation bis zur Rückerstattung. Zwischen der Übermittlung an die Krankenkasse, der Sammlung und dem Einscannen der Dokumente sowie der Bearbeitung unvollständiger, schlecht lesbarer oder verlorener Unterlagen können die Rückerstattungsfristen mehr als zwei Wochen betragen.
Mit dem eAttest verändert sich dieser Ablauf grundlegend. Die Daten werden digital, sicher und nachvollziehbar übermittelt, was eine andere und schnellere Bearbeitung ermöglicht, so die Freien Krankenkassen. Kontrollen und Verarbeitung bleiben notwendig, erfolgen jedoch auf sofort verfügbaren Informationen. Dadurch verkürzt sich die Zeit bis zur Rückerstattung für den Patienten im Durchschnitt auf 48 Stunden und höchstens auf 72 Stunden.
Seit dem 1. September 2025 ist die elektronische Abrechnung ambulanter Leistungen für Ärzte und Zahnärzte – Allgemeinmediziner wie Fachärzte – mit wenigen Ausnahmen verpflichtend. Auch wenn dieser Rahmen nicht neu ist, nutzten Fachärzte das System bislang weniger. Das Erreichen einer Nutzungsquote von 75 Prozent stellt laut den Freien Krankenkassen nun einen wichtigen Wendepunkt dar. (belga/rt)

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