iDIN ist eine gemeinsame Entwicklung der großen niederländischen Banken ING, Rabobank, ABN Amro und ASN Bank. Der Dienst ermöglicht es Nutzern, sich sicher über ihre eigene Banking-App bei Online-Shops, Versicherungsportalen und anderen digitalen Angeboten zu identifizieren. Aktuell wird iDIN auf rund 300 Websites des privaten Marktes eingesetzt und verzeichnete im Jahr 2024 etwa 15 Millionen Identifikationsvorgänge.
Die Lösung soll schrittweise in itsme integriert werden. Ab Mitte 2026 sollen Nutzer in den Niederlanden die belgische App nutzen können, um sich zu identifizieren, anzumelden und ihr Alter zu bestätigen. Die vollständige Umstellung ist bis 2028 vorgesehen. Itsme ist bereits heute in den Niederlanden verfügbar und kann dort mit einem niederländischen Ausweisdokument eingerichtet werden.
Itsme wurde 2017 von den Banken KBC, ING, Belfius und BNP Paribas Fortis sowie den Telekommunikationsanbietern Telenet, Proximus und Orange gegründet. Seit 2021 ist die Anwendung der größte Anbieter mobiler Identifikation in Belgien und wird von mehr als 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung genutzt. Das entspricht mehr als einer Million Identifikationsvorgängen pro Tag.
Insgesamt zählt itsme über sieben Millionen Nutzer und registrierte im Jahr 2024 rund 475 Millionen Identifikationsaktionen. Das Unternehmen ist in 30 weiteren europäischen Ländern aktiv und arbeitet mit mehr als 1.200 Firmen aus unterschiedlichen Branchen zusammen.
Mit der Übernahme von iDIN will itsme seine internationale Expansion beschleunigen. Zugleich unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, sich als europäischer Standard für sichere digitale Identifikation zu etablieren. (belga/rt)

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