Auslöser des Einsatzes war eine gemeldete Messerstecherei an der Kreuzung der Rue de la Pépinière und des Boulevard du Nord kurz nach 22 Uhr. Mehrere Zeugen alarmierten die Polizei, woraufhin vier Einsatzteams der Polizeizone Namur Capitale rasch vor Ort eintrafen.
Die Beamten stellten fest, dass ein Fahrzeug von einer äußerst aggressiven Person blockiert wurde. Beim Versuch, den Mann zu kontrollieren und festzunehmen, wurden vier Polizisten schwer verletzt. Der Verdächtige könnte bewaffnet gewesen sein, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Einsatz von Tränengas blieb ohne Wirkung.
Daraufhin machten die Polizisten von ihren Dienstwaffen Gebrauch und gaben mehrere Schüsse auf den Mann ab. Der Einsatz endete im Tunnel des Boulevard de Merckem nahe dem Bahnhof. Der Verdächtige wurde dreimal getroffen, ging noch taumelnd weiter, brach schließlich zusammen, wurde handschellen angelegt und verstarb kurz darauf.
Nach Angaben des Staatsanwalts von Namur waren es drei zur Verstärkung hinzugezogene Beamte, die das Feuer eröffneten. Er sprach von „beruhigenden Elementen“ im Zusammenhang mit der Entscheidung zum Schusswaffengebrauch. Der Mann hatte die Polizisten mit einem Gegenstand attackiert, der sich später als Mobiltelefon herausstellte. Mehrere Beamte erlitten Kopfverletzungen, ein weiterer einen Armbruch.
Der Fall wurde an einen Untersuchungsrichter übergeben. Nun soll geprüft werden, ob der Einsatz der Dienstwaffen rechtmäßig war. Die Ermittlungen führt die föderale Kriminalpolizei gemeinsam mit dem Komitee P.
Eine Frau, die ebenfalls an der ursprünglichen Auseinandersetzung beteiligt war, wurde festgenommen. Bei ihr wurde ein Messer sichergestellt. (belga/calü)

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