Bug oder Pech? Brüsseler kämpft nach Lotto-Panne um Millionengewinn

<p>Lotto-Panne in Belgien: Brüsseler fordert drei Millionen Euro.</p>
Lotto-Panne in Belgien: Brüsseler fordert drei Millionen Euro. | Foto: belga

Der Vorfall liegt rund ein Jahr zurück. Yves, so der Vorname des Spielers, hatte auf der Internetseite der Nationallotterie vier Lotto-Tippscheine ausgefüllt, wobei er die Zufallsfunktion „Quick Pick“ nutzte. Doch beim Bezahlvorgang kam es offenbar zu Problemen: Der Bildschirm fror ein, ein Zurück war nicht mehr möglich. Kurz darauf erschien auf der Website die Meldung, dass sich das System „in Wartung“ befinde.

Wie sich später herausstellte, wurden die ausgefüllten Tippscheine nicht validiert. Umso größer war der Schock für den Brüsseler, als er feststellte, dass eine seiner Zahlenkombinationen alle sechs Gewinnzahlen enthielt – und damit einen Gewinn von drei Millionen Euro bedeutet hätte.

„Ich habe gespielt, ich bin bis zu den letzten Schritten gegangen. Der Fehler lag beim System, nicht bei mir. Ich habe meinen Teil erfüllt“, argumentiert Yves gegenüber „RTL Info“.

Die Nationallotterie verweist hingegen auf ihre allgemeinen Teilnahmebedingungen. Da der Tippschein nicht gültig registriert worden sei, habe der Spieler nicht offiziell an der Ziehung teilgenommen und könne daher keinen Anspruch auf einen Gewinn geltend machen. Zur Veranschaulichung bemüht der Sprecher der Lotterie einen Vergleich: „Sie füllen Ihren Einkaufswagen und stehen an der Kasse. In diesem Moment gibt es ein Computerproblem, Sie können nicht bezahlen. Sie geben die Waren zurück und verlassen den Supermarkt ohne Einkauf. Im Grunde ist es hier dasselbe“, erklärt der Sprecher, ebenfalls zitiert von RTL Info.

Laut dem Bericht soll die Nationallotterie dem enttäuschten Spieler dennoch einen Vergleich in Höhe von 50.000 Euro angeboten haben. Yves habe dieses Angebot jedoch abgelehnt und sich entschieden, den Fall vor Gericht zu bringen. (belga/calü)

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