Arbeitsstopp nach „zwei Jahren Warnungen“: Unruhe bei ArcelorMittal

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Am Standort Kessales in Jemeppe kam es am Donnerstagmorgen zu einem Arbeitsstopp. | Archivfoto: belga

Die Aktion sei die Folge von mehr als zwei Jahren wiederholter Hinweise der Wartungsteams auf Probleme in der Arbeitsorganisation und anhaltenden Versäumnissen in der Hierarchie, heißt es weiter. Die CNE bedauert, dass die Unternehmensleitung auf die vorgebrachten Punkte keinerlei Reaktion gezeigt habe. „Diese fehlende Bereitschaft zuzuhören hat in den Teams zunehmend zu einem tiefen Unbehagen geführt“, erklärt Pascal Filippozzi, CNE-Delegierter bei ArcelorMittal.

Verschärft habe sich die Lage am vergangenen Freitag, als die Unternehmensführung einen Plan vorstellte, den die Gewerkschaft als „Reorganisation“ bezeichnet sieht. In Wirklichkeit handle es sich um eine Restrukturierung, so Filippozzi. Mehrere Leitungsfunktionen sollen demnach gestrichen werden, was die Struktur des Dienstes grundlegend verändere. Die Ankündigung habe das bereits bestehende Unbehagen noch verstärkt.

Die Gewerkschaft kritisiert zudem eine Diskrepanz zwischen den Aussagen der Unternehmensführung und der Realität vor Ort: „Die Direktion betont, Gesundheit und Sicherheit hätten höchste Priorität, doch gleichzeitig wächst der Aufgabenbereich der Teams stetig, obwohl die Beschäftigten seit Monaten ihr Unwohlsein äußern.“ Diese Widersprüche sowie der fehlende Dialog gefährdeten sowohl die Gesundheit der Beschäftigten als auch die Qualität der Arbeit. Die derzeitige Situation sei „nicht länger hinnehmbar“.

Abschließend betont die Gewerkschaft, sie stehe weiterhin bereit, einen konstruktiven Dialog wieder aufzunehmen. (belga/rt)

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