De Boeck wurde noch in die Antwerpener Uniklinik eingeliefert, doch die Hirnschädigung erwies sich laut Angehörigen als irreparabel. Drei Tage lang lag er im Koma, ehe er im Beisein seiner Familie verstarb.
Der in Boom geborene Defensivspezialist begann seine Karriere als Libero beim damaligen Zweitligisten FC Boom. Über den KV Mechelen führte sein Weg zum RSC Anderlecht, wo er Kapitän wurde und drei Meistertitel feierte. Für die belgische Nationalmannschaft absolvierte De Boeck 36 Einsätze. Wiederholte Knieverletzungen zwangen ihn 2005 zum Karriereende.
Im Anschluss schlug De Boeck eine Trainerlaufbahn ein. Zunächst arbeitete er als Co-Trainer von Franky Vercauteren bei Anderlecht, ehe er als Cheftrainer unter anderem Cercle Brugge, Germinal Beerschot, VVV Venlo, Beveren, Moeskroen, KV Kortrijk und Lokeren betreute.
Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod löste am Montagmorgen Bestürzung im belgischen Fußball aus. Der ehemalige Nationaltrainer und frühere Anderlecht-Coach Aimé Anthuenis reagierte sichtlich betroffen. „54 Jahre ist viel zu jung, um zu sterben. Ich wünsche seiner Familie viel Kraft in dieser schwierigen Zeit“, sagte Anthuenis.
Anthuenis hatte De Boeck sowohl bei den „Veilchen“ als auch später bei den Roten Teufeln begleitet. „Ich muss zugeben, wir waren nicht die besten Freunde“, so Anthuenis weiter. „Aber er hat nach seiner Spielerkarriere einen bemerkenswerten Weg als Trainer eingeschlagen. Auf diese Art aus dem Leben gerissen zu werden, ist besonders hart.“ (belga/calü)

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