Wallonische Region will Schutz vor Hochwasser verstärken

<p>Dieses Foto zeigt Schäden nach der Flut vom Juli 2021 in Pepinster bei Verviers</p>
Dieses Foto zeigt Schäden nach der Flut vom Juli 2021 in Pepinster bei Verviers | Archivfoto: afp

„Fast viereinhalb Jahre nach den dramatischen Ereignissen von 2021, die auch Ostbelgien schwer getroffen haben, geht es vor allem darum, den Wiederaufbau zu beschleunigen, die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen und langfristig widerstandsfähigere Wasserläufe zu schaffen“, erklärt die ostbelgische Regionalabgeordnete Christine Mauel (PFF/MR). Für die DG seien die Beschlüsse besonders wichtig – sowohl wegen der eigenen Erfahrungen als auch mit Blick auf mögliche neue Umwelt- und Wasserzuständigkeiten.

Dieses Video entstand nur wenige Tage nach der verheerenden Flut Mitte Juli 2021 in Limbourg.

Ein Kernpunkt des Pakets ist die finanzielle Unterstützung der Provinzen. Die Wallonie stellt knapp 14 Millionen Euro bereit, um dringende Hochwasserschutzprojekte schneller umzusetzen. Die Provinz Lüttich erhält davon fast drei Millionen Euro, etwa für die Stabilisierung von Ufern, Sicherungsarbeiten an geschwächten Strukturen und Renaturierungen – teils in Bereichen, die Ostbelgien vorgelagert sind. „Für Ostbelgien bedeutet dies, dass Projekte in seiner unmittelbaren Nachbarschaft an Tempo gewinnen und positive Effekte auch flussabwärts spürbar werden können“, sagt Mauel.

Erweiterte Zusammenarbeit an den Wasserläufen

Zudem stärkt die Wallonie die Zusammenarbeit mit den Contrats de Rivière, die fast das gesamte Gebiet abdecken und seit Jahren eng mit ostbelgischen Gemeinden kooperieren. Sie planen Renaturierungen, unterstützen bei der Vorbereitung auf Extremereignisse und bekämpfen invasive Pflanzenarten. Eine neue Vereinbarung gibt ihnen mehr Aufgaben und Handlungsspielräume. So profitieren auch ostbelgische Wasserläufe von präziseren Risikoanalysen, besserem Monitoring und engerer Abstimmung. „Die Art und Weise, wie die Wallonie ihre Wasserpolitik nun strukturiert, zeigt, wohin sich moderne Hochwasserprävention bewegt: klare Verantwortlichkeiten, langfristige Finanzierung und lokale Nähe. Gerade für Ostbelgien ist Letzteres entscheidend“, so Mauel. Die Beschlüsse seien nicht nur eine Reaktion auf vergangene Ereignisse, sondern auch ein Blick in die Zukunft. „Für Ostbelgien eröffnen sie die Möglichkeit, aus dieser Entwicklung zu lernen – und sich aktiv in die Debatte einzubringen, wie der Schutz vor Hochwasser langfristig organisiert sein sollte. Klar ist: Die Herausforderungen entlang von Weser, Göhl und Hill bleiben bestehen. Doch mit stärkerer regionaler Koordination und klar definierten Kompetenzen steigt die Chance, künftige Ereignisse besser abzufedern“, sagt die Regionalabgeordnete Christine Mauel. (red/sc)

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