BelRefugees und ÖSHZ Schaerbeek starten gemeinsames Aufnahmeprojekt für Frauen in Not

<p>ÖSHZ und BelRefugees bündeln ihre Kräfte, um rund 100 alleinstehende Frauen in Not unterzubringen.</p>
ÖSHZ und BelRefugees bündeln ihre Kräfte, um rund 100 alleinstehende Frauen in Not unterzubringen. | Foto: Photo News

Ab dem 15. Dezember sollen rund 100 alleinstehende Frauen untergebracht werden können, die sich in äußerst prekären Situationen befinden. Neben der Unterkunft sind psychosoziale Begleitung, Zugang zu Informationen sowie eine gezielte Weitervermittlung an passende Dienste vorgesehen.

Ziel des Projekts sei es, mehr zu bieten als lediglich ein Dach über dem Kopf, betonen beide Partner. Das Zentrum solle einen geschützten Rahmen und eine individuelle Betreuung gewährleisten und basiere auf der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft, um „einen würdigen, respektvollen und hoffnungsvollen Empfang“ zu ermöglichen.

Durch die neue Einrichtung verdoppelt sich zudem die Kapazität der Sisters’ House, eines anerkannten Zentrums für alleinstehende Frauen, die nicht selten Gewalt erlebt haben. Angesichts der Überlastung bestehender Strukturen sehen beide Partner in der Eröffnung des neuen Standorts eine konkrete Antwort auf den akuten sozialen Bedarf.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Einbindung in das Quartier und dem Austausch mit den Anwohnern. Die Teams des ÖSHZ und von BelRefugees stehen nach eigenen Angaben bereit, Fragen aus der Nachbarschaft zu beantworten.

Die ehemalige Seniorenresidenz Albert De Latour war Anfang des Jahres aus budgetären Gründen endgültig geschlossen worden. Eine geplante Renovierung, deren Kosten sich auf mehr als 23 Millionen Euro belaufen hätten, wurde als zu teuer verworfen. (belga/rt)

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