Nachdem in der vergangenen Woche der Bundestag den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet hatte, sei das Geld für den A1-Lückenschluss da: „Jetzt können die Bagger in der Eifel rollen“, sagte der in Arzfeld beheimatete Politiker der Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“.
Demnach hat Schnieder am Dienstagvormittag offiziell grünes Licht für den Bau des Teilabschnitts von Kelberg nach Adenau gegeben. In Rheinland-Pfalz soll außerdem die Hunsrückhöhenstraße B50 auf einer Strecke von 4,6 Kilometer von Zolleiche bis zur Kreisgrenze Bernkastel-Wittlich ausgebaut werden. Die Kosten werden mit rund 57 Millionen Euro veranschlagt.
Die Kosten für den ersten Teil des Lückenschlusses der A1 werden nach Angaben der Zeitung auf 317,4 Millionen Euro geschätzt. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht am 18. November die Klage des Bundes für Umwelt- und Naturschutz abgewiesen hat, liegt Baurecht für den rund zehn Kilometer langen Abschnitt vor.
Seit Jahrzehnten besteht zwischen Kelberg und Blankenheim
eine Lücke.
Seit Jahrzehnten besteht auf der A1-Strecke zwischen Kelberg (Vulkaneifel) und Blankenheim in Nordrhein-Westfalen eine 25 Kilometer lange Lücke. Unternehmen und Anwohner von Orten, durch die sich der Durchgangsverkehr wegen der Lücke quält, haben immer wieder den Ausbau gefordert. Für die beiden anderen, in NRW liegenden Teile des Lückenschlusses von Adenau nach Lommersdorf und von Lommersdorf nach Blankenheim gibt es noch keine Planfeststellung.
Geld gibt es aber auch für wichtige Straßenbauvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Die A57 ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung im linksrheinischen Raum, verbindet dort Köln, Düsseldorf und Duisburg. Wegen der vielen Städte gibt es auch viele Autobahnkreuze - und gerade an denen stockt es häufig im Berufsverkehr. Auf 6,1 Kilometern soll die Autobahn nun zwischen Krefeld-Oppum und Krefeld-Gartenstadt sechsspurig ausgebaut werden. Die Kosten dafür sind auf 247 Millionen Euro veranschlagt. Auch der Lärmschutz für die Anwohner soll dabei verbessert werden.
Zuletzt gab es Aufregung, nachdem das Verkehrsministerium von Milliarden-Finanzlöchern für Neu- und Ausbauprojekte bei Autobahnen und Bundesstraßen gesprochen hatte. Es drohte deswegen eine Verzögerung von Projekten. Im Oktober haben die Spitzen der Koalition aus CDU, CSU und SPD aber entschieden, dass für den Neubau von Straßen drei Milliarden Euro zusätzlich bereitstehe. (red/dpa/arco)

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