Die Entscheidung sei ohne jede vorherige Konsultation getroffen worden, kritisiert die gemeinsame Gewerkschaftsfront CNE–FGTB Chemie. Betroffen seien „erfahrene Mitarbeitende mit durchschnittlich 35 Dienstjahren“.
„Während die Unternehmensleitung behauptet, die Umstrukturierung über ‚natürliche Abgänge‘ und einige interne Versetzungen auffangen zu wollen, sieht die Realität anders aus“, erklären die Gewerkschaften. „Neunundzwanzig Beschäftigte sehen ihre berufliche Zukunft bedroht – trotz der beschwichtigenden Aussagen der Direktion, die den Erhalt der unbefristeten Verträge verspricht, jedoch vor allem über interne Transfers. Dies ginge zulasten der befristet Angestellten, die bereits eingearbeitet sind.“ Die Gewerkschaften beklagen ein Klima des Misstrauens und das Ausbleiben eines Dialogs mit den Personalvertretern. Die Direktion habe die Arbeitnehmerorganisationen systematisch umgangen.
Am Mittwochmorgen habe die Gewerkschaftsfront versucht, die Gespräche wieder aufzunehmen und Alternativen zur Auslagerung vorzulegen – vergeblich. Die Direktion habe kategorisch abgelehnt. Die Gewerkschaften bleiben mobilisiert und bezeichnen das Vorgehen des Unternehmens als „inakzeptabel“ und „eines Konzerns dieser Größe unwürdig“. TotalEnergies, das Rekordgewinne verzeichne, setze erneut seine Strategie ohne Diskussion durch. (belga/rt)

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