DG-Regierung, Zentrum für Kinderbetreuung (ZKB) und die Gemeinde Büllingen haben sich zusammengetan, um trotz auslaufender Strukturen eine Lösung vor Ort zu schaffen. Das Projekt wurde in dieser Woche im Rahmen der Regierungskontrolle im zuständigen Parlamentsausschuss aufgegriffen. Anlass dafür waren Fragen des SP-Abgeordneten Björn Klinkenberg an Familienministerin Lydia Klinkenberg (ProDG).
Die ursprünglich für Ende des Jahres 2024 vorgesehene Schließung der Kinderbetreuungsstruktur „Treesche Krabbelmäuse“ in Manderfeld sei ihrerseits im Sommer 2024 um ein weiteres Jahr – bis Ende 2025 – nach hinten verschoben worden, erklärte die Ministerin dazu im Parlamentsausschuss. „Ausschlaggebend hierfür war die Wichtigkeit der Betreuungsstruktur für die betroffenen Familien unter besonderer Berücksichtigung der geografischen Lage des Standorts“, fügte sie hinzu. Parallel dazu sei intensiv an einer alternativen Lösung gearbeitet worden: Am 1. April 2025 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Büllingen ein neues Betreuungsangebot eröffnet, welches unter der Trägerschaft des ZKB steht. „Dieses Angebot in Form einer Co-Initiative mit einer wöchentlichen Öffnungszeit von 50 Stunden garantiert eine lückenlose Weiterführung der Betreuung für Eltern und Kinder“, erläuterte die Ministerin den Abgeordneten im PDG. Nach zahlreichen Gesprächen mit der Gemeinde Büllingen, dem ZKB und ihrem Kabinett konnte vor einigen Wochen eine innovative Lösung für den spezifischen Bedarf an Betreuung der 0- bis 3-jährigen Kinder in Manderfeld ausgearbeitet werden, erklärte sie: „Diese Struktur soll eine bedarfsgerechte Betreuung an vier Tagen pro Woche (mit jeweils neun Stunden Betreuung täglich, außer mittwochs) von 7.30 bis 16.30 Uhr anbieten. Die Betreuung erfolgt durch ein Vollzeitäquivalent qualifiziertes Betreuungspersonal des ZKB, das im Arbeitnehmerstatut des Zentrums bis zu sechs Kleinkinder gleichzeitig betreuen kann.“ Für die Umsetzung dieses Angebots wurde die Dotation des ZKB für 2026 um 30.000 Euro erhöht, rechnete die Familienministerin vor.
Büllingen übernimmt Räumlichkeiten und Nebenkosten.
Die Gemeinde Büllingen stellt dem ZKB im Gegenzug kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und übernimmt die Nebenkosten für Strom, Heizung und Wasser. „Diese neue Kleinkindbetreuungsstruktur soll Anfang 2026 an den Start gehen. Somit wird ein nahtloser Übergang nach der Schließung der bisherigen Co-Initiative in Manderfeld gewährleistet“, so Lydia Klinkenberg. Das neue Angebot stelle nicht nur eine wichtige Entlastung für Familien in Manderfeld dar, sondern sei gleichzeitig ein innovatives Pilotprojekt, „das somit als Musterbeispiel für andere dezentrale Ortschaften und weitere Gemeinden mit ähnlichen Herausforderungen dienen kann. Selbstverständlich setzt die Schaffung eines solchen Angebots voraus, dass vorab ein ausreichender Bedarf an Kleinkindbetreuung ermittelt wurde“, betonte die ProDG-Politikerin. „Ich bin froh, dass wir mit dieser neuen Struktur ein nachhaltiges und innovatives Modell für Manderfeld schaffen konnten. Es war mir von Anfang an ein wichtiges Anliegen, eine Lösung zu finden, die den Eltern vor Ort gerecht wird und gleichzeitig Perspektiven für Gemeinden bietet, die zielorientiert einem lokalen Bedarf an Kleinkindbetreuung nachkommen möchten. Ohne die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem ZKB wäre dies natürlich nicht möglich gewesen“, sagte die Ministerin, die allen Beteiligten einen Dank aussprach.

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