Zero-Waste-Challenge: Schule in Lüttich zeigt Alternativen zur Wegwerfmode

<p>Second-Hand statt Neukauf: Der Zero-Waste-Challenge von Maria Goretti setzt auf bewussten Umgang mit Kleidung.</p>
Second-Hand statt Neukauf: Der Zero-Waste-Challenge von Maria Goretti setzt auf bewussten Umgang mit Kleidung. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa

Der Black Friday gilt als Tag der Schnäppchen – vorwiegend im Onlinehandel – steht aber zunehmend auch für Impulskäufe und Überkonsum. Genau an diesem Tag nehmen die Schüler die Herausforderung der „Zero-Waste“-Challenge von GoodPlanet an. „Solche Aktionen motivieren dazu, wirklich aktiv zu werden“, sagt Kerry Dablon, Kommunikationsverantwortliche von GoodPlanet Belgium.

Die Jugendlichen besuchen zunächst eine Ausstellung zum Thema Slow vs. Fast Fashion, anschließend nehmen sie an Upcycling-Workshops teil – etwa zum Umgang mit wiederverwendbaren Geschenkverpackungen aus Stoff. Als gemeinschaftliches Projekt entstand zudem ein Kunstwerk aus aussortierten Kleidungsstücken, die miteinander verbunden wurden und eine riesige Kleid-Robe bilden – darunter steht die Frage: „Wo endet die Fast Fashion?“

Die Aktion sensibilisiert nicht nur für die Problematik des Textilmülls, sondern fördert auch die Kreislaufwirtschaft: weniger produzieren, dafür bereits vorhandene Ressourcen länger nutzen. Die Kleidung stammt aus unverkauften Beständen der ASBL Terre. „Eigentlich wollten wir sie in Stücke schneiden“, erklärt Lehrerin Laetitia Lesenfants. „Aber wir waren überrascht, wie gut die Teile noch in Schuss waren. Das zeigt, wie groß das Problem der Überproduktion ist.“ Nach dem Ende der Ausstellung werden die Kleidungsstücke an soziale Einrichtungen gespendet.

Insgesamt haben 348 Schulen in Belgien an der Herausforderung von GoodPlanet teilgenommen. (belga/rt)

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