Jüngere Käufer weiter vor substanziellen Herausforderungen

<p>Die Freude bei jüngeren Käufern, endlich über Wohneigentum zu verfügen, ist groß - wenn es denn irgendwann klappt.</p>
Die Freude bei jüngeren Käufern, endlich über Wohneigentum zu verfügen, ist groß - wenn es denn irgendwann klappt.

Eine jüngste Erhebung von ING Consumer Survey förderte ein besorgniserregendes Ergebnis zu Tage. Nämlich… Die Perspektiven für junge Käufer sind in letzter Zeit nicht zwingend besser geworden. Bei einer beständigen Preishausse und gleichzeitigen Kreditzinsen von etwa dreieinhalb Prozent bleibt (zu) vielen jungen Käufern der Weg zum Wohneigentum verbaut.

Aktuell dürfen sich 65 Prozent der Belgier als Eigentümer eines Hauses oder eines Appartements bezeichnen. Durchaus ermutigende Zahlen, gerade auch im Vergleich zu den unmittelbaren Nachbarn (das Großherzogtum Luxemburg einmal ausgenommen).

Aber… lediglich ein Drittel dieser „Besitzer“ kommen aus der Alterskategorie 18/24 Jahre. Zwar hat die Senkung der Registrierungsgebühren von 12,5 auf 3 Prozent durch die Regierung in Namur zum 1. Januar 2025 allseits als Sprungbrett auch für jüngere Interessenten gedient. Doch zugleich hat die seit Jahresbeginn ungewohnt stark galoppierende Nachfrage nach Wohneigentum (besonders auch nach leider nur scheinbar „günstigerer“ Bestandsware) die Preise spürbar nach oben getrieben. Zumal grundsätzlich auf dem belgischen und ebenso auf dem wallonischen Markt derzeit einfach zu wenig Wohnraum respektive Wohneigentum verfügbar ist.

Weshalb gerade die nachrückende Generation alle Optionen ausschöpft, um doch noch zeitnah „in Eigentum zu treten“. Beispielsweise über die Streckung der Kredite über zwanzig und teils deutlich mehr Jahre - eine selbstgesteckte „Maßnahme“, die demnach seit 2021 eine Steigerung von zehn Prozent kennt und sieben von zehn Erstkäufern betrifft.

Auch räumen sieben von zehn Erstkäufern aus der Alterskategorie 25/34 ein, dass das erworbene Eigentum nicht ihren Idealvorstellungen entspricht – die aber schlichtweg nicht finanzierbar waren. Ähnlich ist die Quote, die angibt, dass der Erwerb von Wohneigentum die Gründung einer Familie, sprich: Kinder, um fünf bis acht Jahre hinausgeschoben hat.

Und da (zu) vielen jüngeren Mitbürgern der Erwerb von Wohneigentum weiterhin verwehrt bleibt, drängen sie in ihrer zunehmenden Eigenständigkeit („raus aus Hotel Mama“) verstärkt auf den Mietmarkt. Wo das Angebot aber ebenfalls unzureichend ist, was wiederum eine nicht zu unterschätzende Preissteigerung zur Folge hat.

In Zahlen: In den beiden Vorjahren 2023 und 2024 sind die Mieten quer durch alle Formate demnach um jeweils sechs Prozent gestiegen. Ein Trend, der sich im laufenden Jahr bedauerlicherweise uneingeschränkt fortsetzt.

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