Streit um chinesische Pakete: Bpost-Ausbau mit Temu sorgt für Ärger

<p>Temu ist ein chinesischer E-Commerce-Marktplatz, der als digitale Plattform Millionen von Verkäufern und Herstellern mit Verbrauchern verbindet, hauptsächlich aus China.</p>
Temu ist ein chinesischer E-Commerce-Marktplatz, der als digitale Plattform Millionen von Verkäufern und Herstellern mit Verbrauchern verbindet, hauptsächlich aus China. | Foto: picture alliance/dpa

Wie Bpost mitteilte, hat das Unternehmen eine Grundsatzvereinbarung mit Temu unterzeichnet. Ziel ist es, die bestehende Zusammenarbeit in Belgien und Kanada auszubauen, neue Liefermodelle zu testen und den Service über Abhol- und Rückgabepunkte zu erweitern.

Die vertiefte Kooperation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Föderalregierung chinesische Billigpakete eigentlich strenger regulieren will. Die Produkte kommen in riesigen Mengen nach Europa – so groß, dass eine systematische Kontrolle kaum möglich ist. Die Behörden hatten bereits mehrfach vor zweifelhaften Geschäftsmodellen und Qualitätsproblemen chinesischer Plattformen gewarnt.

Für Unizo und Comeos wirkt die Bpost-Temu-Kooperation wie ein Schlag ins Gesicht des lokalen Handels – zumal Bpost zur Hälfte im Besitz des Staates ist. Die Verbände verlangen ein schnelles Gespräch mit Ministerin Matz.

„Mit Temu zusammenzuarbeiten, bedeutet, Praktiken zu normalisieren, die unsere Wirtschaft und unsere Werte untergraben“, erklärt Comeos. Man verweist unter anderem auf staatliche Maßnahmen wie die Paketsteuer von 2 Euro, die speziell auf billige Importpakete aus China abzielt. „Und gleichzeitig holt bpost mit dieser Kooperation das trojanische Pferd ins Land.“ (belga/calü)

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