Freches unterstrich laut einer Mitteilung aus seinem Kabinett die Bedeutung der grenzüberschreitenden kulturellen Zusammenarbeit – gerade in einer Zeit, in der dieser Austausch vor besonderen Herausforderungen steht. Deshalb suche die DG nach Partnern im In- und Ausland, um ostbelgischen Künstlern eine Bühne zu geben. Dank der Kooperation mit der Saarländischen Galerie konnten bereits der Maler Yann Freichels oder die aus Malmedy stammende Künstlerin Céline Vahsen in Berlin ihre Kunst präsentieren. Die Veranstaltung wurde von Reinhold Kopp, dem Vorsitzenden des Vereins „Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum“, eröffnet.
Zu den Rednern gehörte neben Minister Gregor Freches auch Thorsten Bischoff, saarländischer Staatssekretär und Bevollmächtigter des Saarlandes beim Bund. Unter den Anwesenden befanden sich außerdem Gäste aus Politik und Kultur sowie Familie und Freunde des Künstlers. In seiner Rede stellte Gregor Freches insbesondere die Bedeutung des Künstlers für die ostbelgische Kulturlandschaft heraus. Didier Scheuren, der 2023 zum Künstler Ostbelgiens gekürt wurde, verbinde in seiner Arbeit Kunst, Wissenschaft und Alltag auf einzigartige Weise. Seine Werke – Zeichnungen, Fotografien, Objekte und Installationen – widmen sich dem „stillen Übergang“, jenen Momenten zwischen dem, was war, und dem, was sich neu formt. „Didier Scheuren repräsentiert unser Ostbelgien weit über seine Grenzen hinaus“, betonte der DG-Minister. Besonders hob Gregor Freches hervor, dass der Künstler in seinem Atelier im ehemaligen Café „Kuckuck“ in St.Vith einen offenen Ort der Begegnung geschaffen habe – einen Raum, in dem Kunst, Austausch und Gemeinschaft ineinanderfließen.
Trotz des festlichen Rahmens war der Abend auch von etwas Wehmut begleitet: Die Saarländische Galerie muss aufgrund ausbleibender finanzieller Mittel Ende des Jahres schließen. Gregor Freches bedauerte diese Entwicklung ausdrücklich: „Die Schließung dieser Galerie ist ein Verlust für den europäischen Kulturdialog. Orte wie dieser sind unverzichtbar für Austausch, Begegnung und kreative Zusammenarbeit. Umso wichtiger ist es, dass wir bestehende Partnerschaften weiter pflegen und neue Wege der Zusammenarbeit suchen.“ Aus diesem Grund habe er seinen Besuch auch genutzt, um die zentrale gesellschaftliche Rolle der Kultur hervorzuheben: „Kultur stiftet Identität. Sie schafft Begegnungen, sie ermöglicht, über Grenzen – geografisch wie mental – hinweg zu denken. Ohne Kultur wird Demokratie ärmer und Gesellschaft kälter.“ Mit der Ausstellung „… denn es geht weiter“, die bis zum 19. Dezember in der Saarländischen Galerie zu sehen ist, möchte die Galerie zum Abschluss ein starkes Signal senden: Kunst geht weiter, Austausch geht weiter. Der grenzüberschreitende Dialog bleibt ein zentrales Anliegen – für die Region und für die Deutschsprachige Gemeinschaft. (red/sc)

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