Rund 500 Demonstrierende, darunter zahlreiche Teilnehmer aus antifaschistischen Gruppen, hatten sich in der Stadt versammelt. Als die Polizei sie daran hinderte, zum Palais des Congrès vorzudringen, zog der Protestzug Richtung Innenstadt weiter – mit erheblichen Folgen.
Entlang des improvisierten Marschwegs kam es zu Sachbeschädigungen und Angriffen. „Tramhaltestellen wurden besprüht, das Mediengebäude von Sudinfo mit Wurfgeschossen attackiert, am Rathaus gab es einen Einbruchsversuch und Vandalismus“, teilte die Lütticher Polizei in einer Erklärung mit. Die Schäden seien beträchtlich. So gingen unter anderem mehrere Fensterscheiben im historischen Hôtel de Ville de la Violette zu Bruch.

Auch der Einsatz einer Wasserkanone konnte die Gruppe nicht vollständig stoppen. Beim weiteren Rückzug setzten die Täter Müllcontainer in Brand und warfen Baustellenmaterial um.

Die Polizei wurde zudem wiederholt mit Pflastersteinen beworfen, wobei zwei Beamte leicht verletzt wurden. Insgesamt kam es zu fünf strafrechtlichen Festnahmen sowie drei administrativen Arrestationen. (belga/calü)

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